Parrot Sequoia Multispektralkamera

veröffentlicht am 30. Mai 2017 in Drohnen-News von

Neue Alternativen für die Landwirtschaft – Parrot macht´s möglich

Anfang des Jahres wurde bekannt, dass Parrot im letzten Quartal 2016 deutlich hinter den eigenen Umsatzerwartungen zurückgeblieben war. Die Folge: Man beschloss einerseits das Unternehmen zu verschlanken – so sollten beispielsweise 290 Mitarbeiter entlassen werde – und andererseits mit neuen Innovationen den Markt aufzumischen.

 

Im Bereich Spielzeugdrohnen gelang Parrot mit den beiden Fun-Drohnen Parrot Mambo und Parrot Airborne Night zuletzt ein erster Durchbruch – nun legt der französische Drohnenhersteller auch im Profi-Drohnensegment nach.

Mit der Parrot Sequoia Multispektralkamera, die vor einiger Zeit auf den Markt geworfen wurde, hat Parrot eine Kamera für in der Landwirtschaft eingesetzte Drohnen kreiert, die kleine Wunder bewirken soll.

 

Die Gesundheit der Pflanzen aus der Luft bewerten – so kann die neue Kamera helfen

Stellt sich erst einmal die Frage, was eine Multispektralkamera ist. Die Antwort ist denkbar einfach: Die Kamera misst die Werte des Lichts und zwar auch Wellenlängen, die das menschliche Auge gar nicht mehr wahrnimmt. Die Kamera bestimmt die Menge an Licht, die von Pflanzen reflektiert und absorbiert wird und schließt so auf die Gesundheit der Pflanzen.

 

Mit Hilfe der Informationen sind Landwirte in der Lage, problematische Areale auf Ihren Feldern auszumachen und gezielt zu handeln. Ob man vielleicht an einzelnen Stellen vermehrt düngen muss oder ob die Menge an eingesetzten Pestiziden zu hoch oder womöglich auch zu niedrig gegriffen war.

 

Eine vergleichbare Kamera für den privaten Einsatz an einer Drohne gab es bislang nicht. Wollte ein Bauer solche Informationen über sein Feld erlangen, musste er ein Unternehmen beauftragen, dass Luftbilder von einem Bemannten Fluggerät aus gemacht und diese dann entsprechend ausgewertet hat. Dank der Parrot Sequoia Multispektralkamera kann das nun bald jeder Landwirt mit einer Drohne, der passenden Parrot Kamera und der entsprechenden Software selbst auswerten und so die Qualität der eigenen Ernten verbessern. Denn dank des verbauten GPS kann die Drohne auch direkt eine Karte des Feldes entwickeln und hier exakt aufzeigen, in welchen Ecken besonderer Handlungsbedarf besteht.

 

Sind die Probleme bei Parrot so lösbar?

Das größte Problem im Hause Parrot heißt DJI. Denn der chinesische Marktführer ist in der Lage, seine beliebten Quadrocopter wie z. B. den DJI Mavic Pro und andere Drohnen in nahezu perfekter Qualität zu attraktiven Preisen auf den Markt zu werfen. Das liegt daran, dass DJI seine Drohnen in wirklich guter Qualität sehr günstig in eigenen Werken in China produziert – der Preisdruck, der aus China kommt ist mörderisch.

 

Andere, kleinere Drohnenhersteller sind diesem bereits zum Opfer gefallen. Dem Verbraucher kann es insofern nur Recht sein, als dass die Preispolitik von DJI die Drohnenpreise auf einem erträglichen Niveau hält. Andererseits kann es auch nicht im Interesse der Drohnen-Community sein, wenn ein großer Drohnenhersteller seine Konkurrenten einen nach dem anderen über den Preiskampf ausschalten kann.

 

Für ein vielfältiges Angebot auf der einen Seite und ständige Anreize, neue Entwicklungen zu kreieren auf der anderen Seite, braucht es ein starkes Konkurrenzgefüge. Schließlich weiß man auch nicht, ob man im Hause Parrot ohne den Druck aus China auf die Idee, eine Multispektralkamera für die Landwirtschaft zu entwickeln, gekommen wäre. Und das kann die Parrot Sequoia Multispektralkamera:

 

Hier die Daten zum Produkt einmal im Kurzüberblick:

  • UAV Kamera
  • Einsatzort ist die Landwirtschaft
  • Gewicht: 107 Gramm
  • Kombinierbar mit Starflügler oder Copter UAVs
  • Verfügt über einen Multispektral- und einen Sonnenscheinsensor
  • GPS-System ist integriert für ein schnellstmögliches Geotagging des analysierten Feldes
  • Dank der zugehörigen Software Pix4Dmapper können aus den Aufnahmen Vegetationsindex-Karten erstellt werden

 

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