DJI Neo 2

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DJI Neo 2 – Selfie-Drohne mit 4K-Kamera, Gestensteuerung & Rundum-Hinderniserkennung

Die DJI Neo 2 ist eine besonders leichte Kameradrohne für Selfies und Follow-Me-Aufnahmen. Sie ist die Nachfolgerin der DJI Neo und wiegt gerade einmal 151 Gramm. Gestartet und gelandet wird einfach auf der Handfläche, eine Fernsteuerung brauchen Sie dafür nicht.

 

Damit eignet sie sich sehr gut als Reisedrohne: Sie passt in die Jackentasche und ist im Urlaub in wenigen Sekunden startklar. Ebenso beliebt ist sie bei allen, die sich beim Radfahren, Wandern, Laufen oder Skifahren selbst filmen möchten, sowie für Vlogs und Familienausflüge. Für anspruchsvolle Landschaftsaufnahmen aus großer Entfernung ist sie dagegen weniger gedacht.

 

Die Drohne filmt in 4K mit bis zu 60 fps, nimmt Fotos mit 12 Megapixeln auf und stabilisiert ihre Aufnahmen über einen mechanischen 2-Achsen-Gimbal. Mit einem Akku bleibt sie laut DJI bis zu 19 Minuten in der Luft. Die Reichweite beträgt in der hier vorgestellten Variante bis zu 500 Meter per WLAN.

 

Die größte Neuerung ist jedoch die omnidirektionale Hinderniserkennung mit einem LiDAR-Sensor nach vorn. Die DJI Neo 2 erkennt Hindernisse in alle Richtungen, was bei einer so kleinen und günstigen Drohne alles andere als selbstverständlich ist. Die unverbindliche Preisempfehlung für die Variante „nur Drohne“ liegt bei 239 Euro.

 

 

Die Varianten: Nur Drohne, Fly More Combo & Motion Fly More Combo

Die DJI Neo 2 ist in mehreren Versionen erhältlich. In der hier vorgestellten Variante „nur Drohne“ (UVP 239 Euro) liegen die Drohne, ein Akku und der Propellerschutz bei. Gesteuert wird per Handfläche, Geste oder Smartphone.

 

Die Fly More Combo (UVP 329 Euro) enthält zusätzlich drei Akkus, eine Ladestation, eine Tasche und den digitalen Sendeempfänger für eine deutlich höhere Reichweite. Für 399 Euro (UVP) gibt es dieses Set auch mit der Fernsteuerung DJI RC-N3. Die Motion Fly More Combo (UVP 579 Euro) richtet sich mit der Videobrille Goggles N3 und dem Controller RC Motion 3 an FPV-Piloten. FPV steht für „First Person View“: Sie sehen den Flug durch die Brille aus der Sicht der Drohne.

 

Wenn Sie die Drohne vor allem für Selfies und kurze Clips in Ihrer Nähe nutzen möchten, reicht die Variante „nur Drohne“ völlig aus. Wer weiter weg und klassisch mit Fernsteuerung fliegen möchte, sollte zu einer der Combos greifen.

 

Steuerung per Handfläche, Geste und App

DJI Neo 2 Steuerung

Die DJI Neo 2 lässt sich auf viele Arten steuern.

Die Besonderheit der DJI Neo 2 ist ihre einfache Bedienung. Sie wählen am kleinen Display an der Drohne den gewünschten Aufnahmemodus, halten die Drohne auf der flachen Hand und schon hebt sie ab. Nach der Aufnahme kehrt sie zu Ihnen zurück und landet wieder auf der Handfläche. Eine App ist dafür nicht nötig.

 

Sehr gut gefällt uns die Gestensteuerung: Zeigen Sie mit der Handfläche zur Drohne, folgt sie Ihrer Hand nach oben, unten oder zur Seite. Bewegen Sie beide Handflächen auseinander, entfernt sich die Drohne, führen Sie die Hände zusammen, kommt sie näher. So bestimmen Sie den Bildausschnitt, ohne ein Gerät in der Hand zu halten.

 

Darüber hinaus lässt sich die Drohne über die App DJI Fly mit dem Smartphone fliegen, per Sprachsteuerung über das Mobilgerät bedienen und laut DJI auch mit einer Apple Watch steuern. Eine Fernsteuerung oder eine FPV-Brille sind in dieser Variante nicht enthalten. Dafür sind die Fly More Combos gedacht.

 

Design, Gewicht und rechtliche Hinweise

DJI Neo 2 Drohne

Die Propeller der DJI Neo 2 sind rundum geschützt.

Die DJI Neo 2 ist in Grau gehalten und nicht faltbar. Das ist bei Maßen von nur 147 x 171 x 41 mm (mit Propellerschutz) aber auch nicht nötig. Die Propeller sind rundum von Schutzkäfigen umschlossen, was Flüge in Ihrer Nähe und den Start aus der Hand deutlich sicherer macht.

 

Mit einem Abfluggewicht von 151 Gramm gehört die Drohne zur Klasse C0. Das hat einen großen Vorteil: Ein Drohnenführerschein ist für das Fliegen derzeit nicht erforderlich. Trotzdem gilt eine maximale Flughöhe von 120 Metern über Grund.

 

Bitte beachten Sie, dass Sie sich wegen der verbauten Kamera beim Luftfahrt-Bundesamt als Betreiber registrieren und Ihre Registrierungsnummer in Form eines feuerfesten Drohnen-Kennzeichens an der Drohne anbringen müssen. Außerdem ist in Deutschland eine Drohnen-Versicherung für jede Drohne Pflicht. Alle Details finden Sie in unserem Artikel zur EU-Drohnenverordnung.

 

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Ausstattung und Flugverhalten

DJI Neo 2 Hinderniserkennung

Die Drohne erkennt Hindernisse in alle Richtungen.

Zur Positionsbestimmung nutzt die DJI Neo 2 die Satellitensysteme GPS, Galileo und BeiDou. Sie schwebt auch über Wasser und Schnee stabil auf der Stelle.

 

Das Highlight ist die omnidirektionale Hinderniserkennung. Kameras überwachen die Umgebung rundum in einem Bereich von 0,5 bis 15 Metern. Nach vorn misst zusätzlich ein LiDAR-Sensor, also ein Laser-Abstandsmesser, Hindernisse in 0,3 bis 8 Metern Entfernung, nach unten arbeitet ein Infrarotsensor. Gerade beim automatischen Verfolgen ist das Gold wert, denn dabei haben Sie die Flugbahn nicht immer selbst im Blick.

 

Blind verlassen sollten Sie sich auf das System jedoch nicht. Bei starkem Gegenlicht und vor spiegelnden Flächen kann die Drohne verzögert reagieren.

 

Geflogen wird in drei Stufen: Im Cine-Modus reagiert die Drohne besonders sanft, im Normal-Modus erreicht sie bis zu 28,8 km/h (8 m/s) und im Sport-Modus bis zu 43,2 km/h (12 m/s). Für ihr geringes Gewicht ist sie zudem erstaunlich windstabil: DJI gibt einen Windwiderstand von bis zu 38,5 km/h (10,7 m/s) an. Nicht so gut finden wir, dass die Propeller recht laut sind.

 

Flugzeit und Reichweite

DJI Neo 2 Flugzeit

Leicht, kompakt und mit 49 GB Speicher ausgestattet.

Die Flugzeit der DJI Neo 2 beträgt laut Hersteller bis zu 19 Minuten pro Akku. Mit dem mitgelieferten Propellerschutz sind es ca. 17 Minuten. In der Praxis sollten Sie mit zwei bis drei Minuten weniger rechnen. Im Lieferumfang dieser Variante befindet sich ein Akku.

 

Der Li-Ion-Akku (7,16 V, 1.606 mAh) wird per USB-C direkt in der Drohne geladen, was ca. 70 Minuten dauert. Ein Ladegerät liegt leider nicht bei, lediglich ein USB-C-Kabel. Die Ladestation der Fly More Combos lädt drei Akkus in ca. 68 Minuten.

 

Bei der Reichweite müssen Sie genau hinsehen. In der Variante „nur Drohne“ wird das Livebild per WLAN auf das Smartphone übertragen, die Reichweite beträgt bis zu 500 Meter. Für Selfies und Follow-Me-Aufnahmen ist das mehr als genug.

 

Erst mit dem digitalen Sendeempfänger, der den Fly More Combos beiliegt, nutzt die Drohne DJIs O4-Übertragung. Dann sind bis zu 6 km (CE) in Europa bzw. bis zu 10 km (FCC) in den USA möglich, das Livebild kommt in 1080p mit bis zu 60 fps an. Mit dem Sendeempfänger wiegt die Drohne 160 Gramm.

 

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Die Kamera der DJI Neo 2

DJI Neo 2 mit Kamera

Die Kamera sitzt in einem 2-Achsen-Gimbal.

In der DJI Neo 2 steckt ein 1/2-Zoll-CMOS-Sensor mit 12 Megapixeln. Das Objektiv hat eine Blende von f/2.2 und ein weites Sichtfeld von 119,8°. Fotos speichert die Kamera mit 4.000 x 3.000 Pixeln im JPEG-Format. Ein RAW-Format gibt es leider nicht.

 

Videos nimmt die Drohne in 4K mit bis zu 60 fps auf. Für Zeitlupen stehen in 4K sogar 100 fps zur Verfügung, allerdings nur beim Flug mit Fernsteuerung und nicht per WLAN. Praktisch für soziale Netzwerke sind die Hochkant-Videos in 2,7K mit bis zu 60 fps. Die Bitrate liegt bei bis zu 80 Mbit/s, gespeichert wird im MP4-Format.

 

Für ruhige Aufnahmen sorgt ein mechanischer 2-Achsen-Gimbal, also eine motorisierte Aufhängung, die Neige- und Rollbewegungen der Drohne ausgleicht. Die dritte Achse übernimmt die elektronische Bildstabilisierung RockSteady. Die Kamera lässt sich von -90° (senkrecht nach unten) bis +70° neigen.

 

Gespeichert wird auf dem internen Speicher mit 49 GB, was für ca. 105 Minuten Video in 4K mit 60 fps reicht. Einen Steckplatz für microSD-Karten besitzt die Drohne leider nicht. Ihre Aufnahmen übertragen Sie per QuickTransfer kabellos mit bis zu 80 MB/s auf das Smartphone. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Drohne selbst keinen Ton aufnimmt. Eine Tonspur entsteht nur über das Smartphone.

 

Die Bildqualität liegt bei gutem Licht auf dem Niveau preiswerter Smartphones. Für Urlaubsclips und soziale Netzwerke ist das völlig ausreichend. Ambitionierte Filmer vermissen dagegen ein flaches Farbprofil und die dritte Gimbal-Achse. Wer mehr Bildqualität wünscht, sollte sich die DJI Flip mit 3-Achsen-Gimbal ansehen.

 

Flug- und Aufnahmemodi

DJI Neo 2 Follow Me

ActiveTrack hält Sie bei Sport und Ausflügen im Bild.

Die DJI Neo 2 bringt fünf intelligente Flug- und Aufnahmemodi mit, die auch Anfängern eindrucksvolle Aufnahmen ermöglichen:

 

ActiveTrack: Die Drohne verfolgt Sie automatisch und hält Sie im Bild, und zwar bis zu einer Geschwindigkeit von 43,2 km/h (12 m/s). Für das Radfahren und das Skifahren gibt es eigene Verfolgungsmodi.

 

SelfieShot: Die Drohne wählt den Bildausschnitt selbstständig und nimmt Halbporträts, Ganzkörper- oder Weitwinkelaufnahmen auf. Das funktioniert freihändig, allein oder in der Gruppe.

 

QuickShots: Auf Knopfdruck fliegt die Drohne vorprogrammierte Manöver und erstellt daraus kurze Videoclips. Zur Wahl stehen Dronie, Kreisen, Rocket, Boomerang, Spirale und Spotlight.

 

MasterShots: Hier kombiniert die Drohne mehrere Flugmanöver hintereinander und schneidet daraus automatisch einen kleinen Film.

 

Dolly Zoom: Der aus Hitchcock-Filmen bekannte Effekt, bei dem sich der Hintergrund scheinbar verschiebt, während das Motiv gleich groß bleibt. Da die Drohne hierfür den Digitalzoom nutzt, leidet allerdings die Bildqualität sichtbar.

 

DJI Neo 2 vs. DJI Neo

DJI Neo 2 vs. DJI Neo

Die DJI Neo 2 im Vergleich zum Vorgänger.

Gegenüber der ersten DJI Neo hat DJI an vielen Stellen nachgebessert. Die wichtigsten Unterschiede im Überblick:

 

  • Sicherheit: omnidirektionale Hinderniserkennung mit LiDAR, beim Vorgänger nicht vorhanden
  • Gimbal: 2 Achsen statt 1 Achse
  • Video: 4K mit bis zu 60 fps statt 30 fps, dazu Zeitlupe in 4K mit 100 fps
  • Objektiv: Blende f/2.2 statt f/2.8, Sichtfeld 119,8° statt 117,6°
  • Speicher: 49 GB statt 22 GB
  • Tracking: bis zu 12 m/s statt 8 m/s
  • Windwiderstand: 10,7 m/s statt 8 m/s
  • WLAN-Reichweite: bis zu 500 Meter statt 50 Meter
  • Flugzeit: bis zu 19 Minuten statt 18 Minuten
  • Gewicht: 151 Gramm statt ca. 135 Gramm
  • Neu: Display, Gestensteuerung, SelfieShot, Dolly Zoom und MasterShots

Einen Rückschritt gibt es allerdings auch: Bei der ersten Neo war die O4-Übertragung fest eingebaut, bei der DJI Neo 2 benötigen Sie dafür den zusätzlichen Sendeempfänger. Wer bereits eine Neo besitzt und vor allem Selfies aufnimmt, muss nicht zwingend umsteigen. Für Neueinsteiger ist die DJI Neo 2 dank Hinderniserkennung, besserer Kamera und Gestensteuerung jedoch klar die bessere Wahl. Eine Alternative unter den Selfie-Drohnen ist die HoverAir X1.

 

Lieferumfang

DJI Neo 2 Lieferumfang

Der Lieferumfang der Variante „nur Drohne“.

  • 1 x DJI Neo 2
  • 1 x Intelligent Flight Battery (Akku)
  • 1 x Propellerschutz (Paar)
  • 1 x Ersatzpropeller (Paar)
  • 4 x Ersatzpropeller-Schrauben
  • 1 x Schraubendreher
  • 1 x Gimbal-Schutz
  • 1 x Datenkabel (USB-C auf USB-C)

Eine Fernsteuerung, ein Ladegerät und der digitale Sendeempfänger sind in dieser Variante nicht enthalten. Die Fly More Combo enthält zusätzlich drei Akkus, eine Ladestation, eine Tasche und den Sendeempfänger, auf Wunsch auch die Fernsteuerung DJI RC-N3.

 

Fazit

Die DJI Neo 2 ist eine rundum gelungene Selfie-Drohne in der Preisklasse unter 500 Euro. Sie richtet sich an alle, die sich selbst beim Sport, auf Reisen oder bei Ausflügen filmen möchten, ohne sich lange mit der Technik zu beschäftigen.

 

Besonders überzeugen uns die omnidirektionale Hinderniserkennung mit LiDAR und die einfache Bedienung per Handfläche und Geste. Dazu kommen die Kamera mit 4K bei bis zu 60 fps und 12 Megapixeln, der 2-Achsen-Gimbal, 49 GB interner Speicher und eine Flugzeit von bis zu 19 Minuten. Dank eines Gewichts von 151 Gramm benötigen Sie derzeit keinen Drohnenführerschein.

 

Abstriche müssen Sie bei der Reichweite machen, die ohne Sendeempfänger bei bis zu 500 Metern per WLAN liegt. Zudem fehlen ein microSD-Steckplatz und ein RAW-Format, und der Variante „nur Drohne“ liegt lediglich ein Akku bei.

 

Für Selfies, Follow-Me-Aufnahmen und kurze Clips fallen diese Punkte aber kaum ins Gewicht. Wir halten die DJI Neo 2 für eine sehr gute Wahl in ihrer Klasse und können Ihnen das Modell wärmstens empfehlen!

 

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Typ Multicopter
Marke DJI Drohnen
Art Normal
Kamera 4K
Propellerschutz Ja
Gewicht 0 - 250 g
Peis 150 - 500 €
Gimbal Ja
GPS Ja
Faltbar Nein

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