So bewerten wir Drohnen

Auf drohnen-vergleich.net finden Sie bei vielen Drohnen eine Datenwertung: eine Zahl von 1 bis 5, dazu eine Tabelle mit Teilnoten sowie Stärken und Schwächen. Auf dieser Seite legen wir offen, wie diese Wertung entsteht – Schritt für Schritt und mit allen Stufen.

Was die Datenwertung ist – und was nicht

Die meisten Drohnen in unserem Vergleich haben wir nicht selbst geflogen. Die Datenwertung ist deshalb kein Praxisurteil, sondern eine Rechnung: Sie macht die technischen Angaben der Hersteller nach festen Regeln vergleichbar. Für jede Drohne gelten dieselben Regeln, unabhängig von Marke und Preis.

  • Skala von 1 bis 5 mit einer Nachkommastelle. Anders als bei Schulnoten ist 5 der beste Wert.
  • Grundlage sind Herstellerangaben und Produktdaten. Hersteller nennen in der Regel Höchstwerte, etwa die Flugzeit bei Windstille. Wir übernehmen diese Höchstwerte, weil sie für alle Modelle auf dieselbe Weise angegeben werden. In der Praxis liegen die Werte meist darunter.
  • Im Zweifel zählt der schlechtere Wert. Ist eine Angabe unklar oder widersprüchlich, setzen wir den vorsichtigeren Wert an.

Die drei Kriterien

Die Datenwertung setzt sich aus drei Teilnoten zusammen. Jede Teilnote hat einen Grundwert, zu dem Aufschläge kommen können. Eine Teilnote liegt immer zwischen 1 und 5.

Kriterium Gewicht So entsteht die Teilnote
Kamera 40 % Grundwert nach Video-Auflösung: keine Kamera → 1 · unter Full HD → 1,5 · Full HD → 2 · 2,7K → 2,5 · 4K → 3 · 5K und 6K → 3,5 · 8K → 4. Hat eine Drohne keine eigene Kamera, aber eine Halterung für eine Action-Cam, erhält sie 1,5.
Aufschlag für die Bildstabilisierung: keine → +0 · teilweise (nur elektronisch, Gimbal mit 1 oder 2 Achsen, oder beides zusammen) → +1 · 3-Achsen-Gimbal → +1,5.
Wärmebildkamera: +0,5.
Flug 40 % Grundwert nach Flugzeit pro Akku: unter 8 Minuten → 1 · 8 bis unter 13 → 1,5 · 13 bis unter 20 → 2 · 20 bis unter 28 → 3 · 28 bis unter 35 → 3,5 · ab 35 Minuten → 4.
GPS: +0,5.
Reichweite: ab 1 km → +0,25 · ab 4 km → +0,5.
Handhabung 20 % Grundwert: 2,5.
Aufschläge: Gewicht unter 250 g → +1 · faltbar → +0,5 · Propellerschutz → +0,5 · Follow-Me-Funktion → +0,5 (eingeschränkt → +0,25).

Die Datenwertung ist der gewichtete Durchschnitt der drei Teilnoten, gerundet auf eine Nachkommastelle.

Ein Rechenbeispiel

Eine Drohne filmt in 4K und stabilisiert das Bild nur elektronisch. Sie fliegt laut Hersteller bis zu 25 Minuten, hat GPS und 2 km Reichweite. Sie wiegt 249 g und ist faltbar, hat aber weder Propellerschutz noch Follow-Me-Funktion.

Kriterium Rechnung Teilnote
Kamera (40 %) 4K → 3; elektronische Bildstabilisierung +1 4,0
Flug (40 %) 25 Minuten → 3; GPS +0,5; 2 km Reichweite +0,25 3,75
Handhabung (20 %) Grundwert 2,5; unter 250 g +1; faltbar +0,5 4,0

Daraus ergibt sich: 4,0 × 0,4 + 3,75 × 0,4 + 4,0 × 0,2 = 3,9. Die Datenwertung dieser Drohne lautet 3,9 von 5.

Was nicht einfließt

  • Der Preis. Die Datenwertung beschreibt, was eine Drohne laut Datenblatt kann – nicht, ob sie ihr Geld wert ist. Preise ändern sich zudem laufend; eine Wertung, die jede Woche anders ausfällt, hilft niemandem.
  • Der Lieferumfang. Zusätzliche Akkus, Taschen oder Ersatzpropeller machen ein Angebot attraktiver, aber die Drohne selbst nicht besser. Dieselbe Drohne gibt es häufig in mehreren Paketen.
  • Die Marke. Ein bekannter Name bringt keinen Aufschlag.
  • Kundenbewertungen. Sternebewertungen von Händlern übernehmen wir nicht und rechnen sie nicht ein.

Wenn Angaben fehlen

Fehlende Werte schätzen wir nicht. Lässt sich ein Kriterium nicht belegen, steht in der Tabelle „nicht belegt“ und es bleibt aus dem Durchschnitt heraus; die übrigen Kriterien zählen dann entsprechend stärker. Unter der Tabelle lesen Sie, wie viele der drei Kriterien belegt sind.

Kamera und Flug müssen beide belegt sein. Fehlt eines davon, vergeben wir keine Datenwertung. Auch Aufschläge gibt es nur für Angaben, die belegt sind.

Stärken und Schwächen

Die Listen „Stärken“ und „Schwächen“ entstehen aus denselben Daten wie die Teilnoten, zum Beispiel „3-Achsen-Gimbal für ruhige Aufnahmen“, „Wiegt unter 250 g“ oder „Keine Bildstabilisierung“. Je Liste nennen wir höchstens vier Punkte, die wichtigsten zuerst.

Wie die Reihenfolge in unseren Listen entsteht

Die Reihenfolge der Drohnen in unseren Übersichten, etwa nach Preisklassen, folgt einer eigenen Rechnung. Sie berücksichtigt dieselben technischen Daten wie die Datenwertung, dazu weitere Angaben wie Foto-Auflösung, Geschwindigkeit und die Zahl der mitgelieferten Akkus – und vor allem den Preis: Je teurer eine Drohne ist, desto mehr muss sie bieten, um weit oben zu stehen.

Deshalb kann eine günstigere Drohne in einer Liste vor einem Modell mit höherer Datenwertung stehen. Das ist kein Widerspruch: Die Datenwertung sagt, was eine Drohne kann. Die Reihenfolge sagt, wie viel Drohne Sie für Ihr Geld bekommen.

Aktualität und Korrekturen

Bei jeder Datenwertung steht das Datum, an dem sie berechnet wurde. Ändern sich die technischen Daten eines Produkts oder passen wir die Regeln an, rechnen wir neu – und aktualisieren diese Seite.

Haben Sie einen Fehler in unseren Daten entdeckt? Dann schreiben Sie uns bitte über die Kontaktseite. Wir prüfen den Hinweis und korrigieren die Angabe.

drohnen-vergleich.net finanziert sich über Partnerlinks: Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Provisionen haben keinen Einfluss auf die Datenwertung – sie wird allein aus den technischen Daten berechnet.