DJI Mini 4 Pro
- Kamera: 4K
- Gimbal: 3 Achsen
- Gewicht: 0 - 250 g
- GPS: Ja
- Faltbar: Ja
- Klasse: C0
Jede neue Drohne für private Piloten trägt in der EU ein Klassenkennzeichen von C0 bis C6. Die Drohnenklassen legen fest, was das Gerät technisch können muss – und daraus folgt, wo Sie fliegen dürfen und welchen Nachweis Sie brauchen. Diese Seite erklärt jede Klasse und zeigt aktuelle Drohnen der Klassen C0, C1 und C2.
Das Wichtigste in Kürze
Stand: Oktober 2026, geprüft am Wortlaut der Verordnungen (EU) 2019/945 und 2019/947 und an den Angaben des Luftfahrt-Bundesamts und der Plattform dipul des Bundesverkehrsministeriums.
Die Klasse beschreibt die Drohne, die Unterkategorie den Flug. Aus der Klasse ergibt sich, in welcher Unterkategorie der offenen Kategorie Sie fliegen dürfen: A1 in der Nähe von Menschen, A2 mit Sicherheitsabstand, A3 weit weg von Menschen.
| Klasse | Startmasse | Unterkategorie | Nachweis des Piloten | Fernidentifizierung |
|---|---|---|---|---|
| C0 | unter 250 g | A1 | keiner vorgeschrieben | nein |
| C1 | unter 900 g | A1 | Kompetenznachweis A1/A3 | ja |
| C2 | unter 4 kg | A2 oder A3 | A2: A1/A3 und Fernpiloten-Zeugnis A2 · A3: A1/A3 | ja |
| C3 | unter 25 kg | A3 | Kompetenznachweis A1/A3 | ja |
| C4 | unter 25 kg | A3 | Kompetenznachweis A1/A3 | nein |
| C5, C6 | unter 25 kg | keine, nur spezielle Kategorie | eigenes Zeugnis für Standardszenarien | ja |
Was die Unterkategorien im Einzelnen erlauben, welche Abstände gelten und was für Drohnen ohne Kennzeichen gilt, lesen Sie im Ratgeber zu den Drohnen-Regeln. Die beiden Nachweise erklärt der Ratgeber zum Drohnenführerschein.
Zur Klasse C0 gehören Drohnen mit einer Startmasse von weniger als 250 Gramm, einschließlich Zuladung. Sie fliegen höchstens 19 Meter pro Sekunde und kommen technisch nicht höher als 120 Meter über den Startpunkt. Mit einer C0-Drohne fliegen Sie in der Unterkategorie A1: Unbeteiligte Personen dürfen überflogen werden, Menschenansammlungen nie. Ein Nachweis ist nicht vorgeschrieben. Hat die Drohne eine Kamera, müssen Sie sich trotzdem als Betreiber registrieren.
Alle Modelle dieser Gewichtsklasse mit Filter finden Sie in unserer Übersicht Drohne ohne Führerschein.
In die Klasse C1 fallen viele größere Kameradrohnen für Reise und Hobby. Die Startmasse liegt unter 900 Gramm; alternativ lässt die Verordnung zu, dass die Drohne bei einem Aufprall weniger als 80 Joule Energie überträgt. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 19 Meter pro Sekunde.
Anders als C0 muss eine C1-Drohne einiges an Technik mitbringen: eine Fernidentifizierung, die Ihre Betreibernummer aussendet, eine Geo-Sensibilisierung, die geografische Gebiete berücksichtigt, eine Höhenbegrenzung, eine Warnung bei schwachem Akku und ein festgelegtes Verhalten bei Verbindungsverlust.
Sie fliegen in der Unterkategorie A1 und brauchen den EU-Kompetenznachweis A1/A3. Menschenansammlungen dürfen Sie nicht überfliegen, und Sie müssen den Flug so planen, dass Sie voraussichtlich auch keine einzelnen Unbeteiligten überfliegen.
Drohnen der Klasse C2 wiegen beim Start weniger als 4 Kilogramm. Zusätzlich zur Technik der Klasse C1 haben sie einen Langsamflugmodus, der die Geschwindigkeit auf höchstens 3 Meter pro Sekunde begrenzt, und eine gegen fremden Zugriff gesicherte Funkverbindung.
Mit C2 haben Sie die Wahl zwischen zwei Unterkategorien:
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Beide Klassen reichen bis unter 25 Kilogramm Startmasse und fliegen in der Unterkategorie A3, also weit weg von Menschen und mit 150 Metern Abstand zu bewohnten und gewerblich genutzten Gebieten. Es genügt der Kompetenznachweis A1/A3.
C5 und C6 bauen auf der Klasse C3 auf und sind nicht für die offene Kategorie bestimmt. Sie sind für festgelegte Standardszenarien der speziellen Kategorie gedacht und setzen ein eigenes Zeugnis voraus. C5-Drohnen haben einen Langsamflugmodus mit höchstens 5 Metern pro Sekunde, C6-Drohnen fliegen bis zu 50 Meter pro Sekunde auf einer programmierten Bahn. Beide müssen eine Vorrichtung haben, mit der sich der Flug unabhängig vom Autopiloten beenden lässt. Für Hobbypiloten spielen diese Klassen keine Rolle.
Das Klassenkennzeichen ist nicht dasselbe wie das CE-Zeichen: Eine neue Drohne für die offene Kategorie braucht beides, dazu eine Seriennummer. Achten Sie beim Kauf außerdem auf die Variante. Manche Modelle gibt es mit unterschiedlichen Akkus und damit in zwei Klassen. So ist die DJI Mini 5 Pro laut DJI in der Fly More Combo eine C0-Drohne, in der Fly More Combo Plus mit dem größeren Akku eine C1-Drohne.
| Drohne | Klasse laut Hersteller |
|---|---|
| DJI Mini 4 Pro | C0 |
| DJI Neo 2 | C0 |
| DJI Flip | C0 |
| DJI Mini 5 Pro | C0 oder C1, je nach Akku |
| DJI Air 3S | C1 |
| DJI Air 3 | C1 |
| DJI Avata 2 | C1 |
| DJI Avata 360 | C1 |
| DJI Mavic 4 Pro | C2 |
| DJI Mavic 3 Pro | C2 |
Die Angaben stammen aus den technischen Daten von DJI, abgerufen im Oktober 2026. Weitere Modelle mit ihren Daten finden Sie unter Alle Drohnen.
Viele ältere und viele günstige Drohnen tragen kein Klassenkennzeichen. Wurden sie vor 2024 in Verkehr gebracht, dürfen sie weiter fliegen: unter 250 Gramm in der Unterkategorie A1, darüber nur noch in A3. Drohnen ohne Kennzeichen, die seit 2024 neu in Verkehr gebracht wurden, dürfen laut dipul nur in der speziellen Kategorie betrieben werden. Die Einzelheiten stehen im Abschnitt zu Bestandsdrohnen unserer Drohnen-Regeln.
Nur über den Hersteller. Er müsste für das Modell ein Zertifizierungsverfahren durchlaufen; das Luftfahrt-Bundesamt nennt das aufwendig und für die meisten Anwenderdrohnen nicht lohnend. Als Besitzer dürfen Sie kein Klassenkennzeichen anbringen.
Das kann passieren. Wer wesentliche Eigenschaften verändert, etwa die Höhenbegrenzung, muss das Kennzeichen entfernen und darf nur noch in der speziellen Kategorie fliegen. Bei Zubehör zählt das Gewicht: Mit Zuladung darf die Drohne weder die Grenze des Herstellers noch die ihrer Klasse überschreiten.
Wie jede Drohne in der offenen Kategorie höchstens 120 Meter über Grund. Bei C0 kommt eine technische Grenze hinzu: Die Drohne erreicht höchstens 120 Meter über dem Startpunkt. In bergigem Gelände kann das strenger sein als die 120 Meter über Grund.
Nur für die Klasse C0. Dasselbe gilt für ältere Drohnen ohne Kennzeichen unter 250 Gramm. Ab der Klasse C1 brauchen Sie den EU-Kompetenznachweis A1/A3. Die Regeln müssen Sie in jedem Fall kennen und einhalten.
Die Klasse (C0 bis C6) ist eine Eigenschaft der Drohne. Die Kategorie (offen, speziell, zulassungspflichtig) und die Unterkategorie (A1, A2, A3) beschreiben den Flug und seine Bedingungen.
Nein. Vorgeschrieben ist sie für C1, C2, C3, C5 und C6. Die Klassen C0 und C4 brauchen keine.
Hinweis: Dieser Ratgeber gibt den Stand vom Oktober 2026 wieder und wurde sorgfältig anhand der Rechtsvorschriften und der Angaben der zuständigen Behörden erstellt. Er ersetzt keine Rechtsberatung. Verbindlich sind allein die Rechtsvorschriften und die Auskünfte der Behörden.
