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Die DJI Mavic 4 Pro ist das Flaggschiff der Mavic-Reihe, das DJI im Mai 2025 als Nachfolgerin der DJI Mavic 3 Pro vorgestellt hat. Ihr auffälligstes Merkmal ist der neue Infinity-Gimbal: Die Kamera sitzt in einer runden Kugel vorn am Rumpf und lässt sich laut DJI um 360° drehen.
In dieser Kugel stecken drei Kameras mit Brennweiten von 28 mm, 70 mm und 168 mm. Die Hasselblad-Hauptkamera mit großem 4/3-Zoll-Sensor filmt in 6K mit bis zu 60 fps und nimmt Fotos mit 100 Megapixeln auf. Mit einem Akku bleibt die Drohne laut DJI bis zu 51 Minuten in der Luft, die Reichweite beträgt bis zu 15 km (CE) in Europa.
Wir stellen Ihnen hier die Fly More Combo mit der Fernsteuerung DJI RC 2 vor, die mit drei Akkus, Ladestation und Tasche geliefert wird. Mit einem Gewicht von ca. 1.063 Gramm gehört die Drohne zur Klasse C2, was beim Thema Drohnenführerschein eine wichtige Rolle spielt. Dazu weiter unten mehr.
DJI bietet die Mavic 4 Pro in drei Paketen an. Die Standard-Version (UVP 2.099 Euro) enthält die Drohne mit 64 GB internem Speicher, einen Akku und die Fernsteuerung DJI RC 2. Die Fly More Combo (UVP 2.699 Euro) ergänzt das Paket um zwei weitere Akkus, eine Ladestation und eine Tasche.
Für professionelle Filmer gibt es außerdem die Creator Combo (UVP 3.539 Euro). Hier besitzt die Drohne 512 GB internen Speicher und zeichnet zusätzlich im Profi-Codec H.264 ALL-I auf. Außerdem liegt die hochwertigere Fernsteuerung DJI RC Pro 2 mit 7-Zoll-Display und HDMI-Ausgang bei. Bitte beachten Sie: Beides steht nur bei der Creator Combo zur Verfügung, nicht bei der hier vorgestellten Version.
Die hier vorgestellte Fly More Combo mit DJI RC 2 kostet zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels bei Amazon 2.299 Euro.
Der Infinity-Gimbal dreht die Kamera um 360° und neigt sie bis 70° nach oben.
Ein Gimbal ist eine motorisierte Aufhängung, die Bewegungen der Drohne in Echtzeit ausgleicht und so für ruhige Aufnahmen sorgt. Bei der DJI Mavic 4 Pro arbeitet ein mechanischer 3-Achsen-Gimbal, der deutlich mehr kann als bei bisherigen Mavic-Modellen: Laut DJI lässt sich die Kamera um 360° um die eigene Achse drehen.
Das eröffnet ganz neue Möglichkeiten. Sie können den Horizont bewusst kippen, Drehbewegungen ins Bild einbauen oder die Kamera einfach um 90° drehen. So entstehen echte Hochkantvideos für soziale Medien, ohne dass das Bild beschnitten wird und Auflösung verloren geht.
Auch nach oben ist mehr Spielraum vorhanden. Die Kamera lässt sich von -90° (senkrecht nach unten) bis +70° neigen. Sehr gut gefällt uns das für Aufnahmen von unten, etwa beim Flug unter einer Brücke oder einem Felsbogen hindurch.
Die DJI Mavic 4 Pro im zusammengefalteten Zustand.
Die DJI Mavic 4 Pro kommt im typischen dunkelgrauen Design der Mavic-Serie daher und lässt sich wie ihre Vorgänger zusammenfalten. Sie misst dann 257,6 x 124,8 x 106,6 mm (mit Propellern). Ausgeklappt kommt sie auf 328,7 x 390,5 x 135,2 mm (ohne Propeller). Neu ist die runde Gimbal-Kugel an der Front, in der die drei Kameras sitzen. Bei den Vorgängern hing das Kameramodul noch unter dem Rumpf.
Das Abfluggewicht der Kameradrohne beträgt ca. 1.063 Gramm. Damit wird sie in die Drohnenklasse C2 eingestuft. Das hat spürbare Folgen für den Betrieb, die wir Ihnen im nächsten Abschnitt erläutern. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Drohne nicht wasserdicht ist.
Für eine Drohne der Klasse C2 benötigen Sie in jedem Fall den kleinen Drohnenführerschein, den EU-Kompetenznachweis A1/A3. Mit diesem allein dürfen Sie die DJI Mavic 4 Pro derzeit aber nur weit entfernt von Menschen fliegen (Unterkategorie A3). Das bedeutet einen Mindestabstand von 150 Metern zu Wohn-, Gewerbe-, Industrie- und Erholungsgebieten.
Möchten Sie näher an Menschen und Wohngebieten fliegen, benötigen Sie zusätzlich den großen Drohnenführerschein, das EU-Fernpiloten-Zeugnis A2. Damit dürfen Sie sich unbeteiligten Personen auf bis zu 30 Meter nähern, im Langsamflugmodus sogar auf bis zu 5 Meter. Wir empfehlen Ihnen bei dieser Drohne daher klar, das A2-Zeugnis zu erwerben.
Bitte beachten Sie außerdem, dass Sie sich beim Luftfahrt-Bundesamt als Betreiber registrieren und Ihre Registrierungsnummer (e-ID) in Form eines feuerfesten Drohnen-Kennzeichens an der Drohne anbringen müssen. Zusätzlich tragen Sie die Nummer in der App DJI Fly ein, damit die Drohne sie per Fernidentifizierung aussenden kann. Das Mindestalter für Piloten liegt bei 16 Jahren, die maximale Flughöhe bei 120 Metern.
Eine Drohnen-Versicherung ist in Deutschland für jede Drohne Pflicht. Alle Details zu den Regeln finden Sie in unserem Artikel zur EU-Drohnenverordnung.
Zur Positionsbestimmung nutzt die DJI Mavic 4 Pro die Satellitensysteme GPS, Galileo und BeiDou. Per Return-to-Home findet die Drohne selbstständig zum Startpunkt zurück. Sehr gut gefällt uns, dass sie sich dabei ihre Flugroute merkt und so auch dann zurückkehren kann, wenn das Satellitensignal einmal ausfällt.
Geflogen wird in den drei Flugstufen Cine, Normal und Sport. Im Sport-Modus erreicht die Drohne laut DJI bis zu 90 km/h (25 m/s). Sie steigt und sinkt dann mit jeweils bis zu 10 m/s, im Normal- und Cine-Modus mit bis zu 6 m/s. Auch die Windstabilität ist hoch: Laut DJI hält die Mavic 4 Pro Windgeschwindigkeiten von bis zu ca. 43 km/h (12 m/s) stand. Fliegen können Sie bei Temperaturen von -10 °C bis +40 °C.
Dieser Version liegt die Fernsteuerung DJI RC 2 bei. Sie besitzt ein eingebautes 5,5-Zoll-Display, auf dem Sie das Livebild der Drohne sehen. Ein Smartphone benötigen Sie zum Fliegen also nicht. Gesteuert wird über die App DJI Fly, die auf der Fernsteuerung bereits installiert ist.
Wer ein größeres Display und einen HDMI-Ausgang wünscht, muss leider zur deutlich teureren Creator Combo mit der DJI RC Pro 2 greifen.
Die Hinderniserkennung arbeitet laut DJI auch bei Dunkelheit.
Die DJI Mavic 4 Pro überwacht ihre Umgebung in alle Richtungen. Dafür sind sechs Sichtsensoren verbaut, ein zusätzlicher Infrarotsensor misst den Abstand zum Boden. Nach vorne erfasst das System Hindernisse im Bereich von 0,5 bis 24 Metern, nach hinten bis 22 Meter und seitlich bis 21 Meter.
Neu ist ein nach vorn gerichteter LiDAR-Sensor. LiDAR misst Entfernungen mit Laserlicht und ist deshalb nicht auf Tageslicht angewiesen. Laut DJI funktioniert die Hinderniserkennung dadurch bereits ab einer Helligkeit von 0,1 Lux, also auch in der Dämmerung und bei Nacht. Der LiDAR-Sensor misst dann im Bereich von 0,5 bis 25 Metern.
Blind verlassen sollten Sie sich auf die Technik trotzdem nicht. Halten Sie stets ausreichend Abstand zu Hindernissen und behalten Sie die Drohne im Blick.
Die Mavic 4 Pro mit Fernsteuerung DJI RC 2 und Ladestation.
Die Flugzeit der DJI Mavic 4 Pro beträgt laut Hersteller bis zu 51 Minuten pro Akku. Im Schwebeflug nennt DJI 45 Minuten. Bitte beachten Sie, dass es sich dabei um Werte unter Idealbedingungen handelt. In der Praxis liegt die Flugzeit unter 51 Minuten. Da dieser Version drei Akkus beiliegen, sind Sie dennoch für einen langen Drehtag gerüstet.
Geflogen wird mit einem Li-Ion-Akku (14,32 V, 6.654 mAh), der ca. 332 Gramm wiegt. Mit dem mitgelieferten 100-Watt-Netzteil ist ein Akku in ca. 80 Minuten geladen. Die ebenfalls enthaltene Ladestation nimmt alle drei Akkus auf. Schneller geht es mit einem 240-Watt-Netzteil (ca. 51 Minuten), das allerdings nicht im Lieferumfang enthalten ist.
Für die Bildübertragung kommt DJIs O4+ zum Einsatz, das ein Livebild in 1080p mit bis zu 60 fps auf die Fernsteuerung bringt. Die Reichweite beträgt bis zu 15 km (CE) in Europa bzw. bis zu 30 km (FCC) in den USA. Die häufig beworbenen 30 km gelten hierzulande also nicht. In der Praxis spielt das aber kaum eine Rolle, da Sie ohnehin nur auf Sichtweite fliegen dürfen.
Drei Kameras mit 28 mm, 70 mm und 168 mm Brennweite.
Das Herzstück der DJI Mavic 4 Pro ist ihr Dreifach-Kamerasystem. Statt digital ins Bild zu zoomen, wechseln Sie einfach auf eine Kamera mit längerer Brennweite. So entstehen Aufnahmen mit ganz unterschiedlicher Bildwirkung, ohne dass Sie näher an Ihr Motiv heranfliegen müssen.
Die Hasselblad-Hauptkamera arbeitet mit einem großen 4/3-Zoll-CMOS-Sensor mit 100 Megapixeln und einer Brennweite von 28 mm (kleinbildäquivalent). Eine Besonderheit ist die verstellbare Blende von f/2,0 bis f/11, mit der Sie die Belichtung wie bei einer Systemkamera steuern. Videos gelingen in 6K (6.016 x 3.384 Pixel) mit bis zu 60 fps inklusive HDR oder in 4K mit bis zu 120 fps. Fotos nimmt die Kamera mit bis zu 12.288 x 8.192 Pixeln auf. Laut DJI erreicht sie einen Dynamikumfang von bis zu 16 Blendenstufen.
Die mittlere Telekamera mit 70 mm Brennweite nutzt einen 1/1,3-Zoll-Sensor mit 48 Megapixeln und eine lichtstarke Blende von f/2,8. Videos nimmt sie in 4K mit bis zu 120 fps auf. Sehr gut gefällt uns diese Brennweite für Aufnahmen von Gebäuden oder Fahrzeugen, weil der Hintergrund optisch näher heranrückt.
Die dritte Kamera ist eine Telekamera mit 168 mm Brennweite, 1/1,5-Zoll-Sensor und 50 Megapixeln (Blende f/2,8). Sie filmt in 4K mit bis zu 100 fps. Zusammen mit dem Digitalzoom erreichen Sie eine bis zu 24-fache Vergrößerung. So gelingen detailreiche Aufnahmen auch aus großem Abstand. Bitte erwarten Sie von den beiden Telekameras aber nicht ganz die Bildqualität der Hauptkamera, da ihre Sensoren deutlich kleiner sind.
Wer seine Videos nachträglich farblich bearbeiten möchte, freut sich über die Farbprofile D-Log M und HLG mit 10 Bit. Aufgezeichnet wird im MP4-Format mit einer Bitrate von bis zu 180 Mbit/s (H.265). Den Profi-Codec H.264 ALL-I gibt es wie erwähnt nur bei der Creator Combo.
Gespeichert wird auf dem internen Speicher mit 64 GB, von denen ca. 42 GB nutzbar sind, oder auf einer microSD-Karte mit bis zu 1 TB. Für längere Drehs in 6K empfehlen wir Ihnen eine schnelle Speicherkarte, die leider nicht beiliegt.
Nicht so gut finden wir zwei Dinge: Die Hauptkamera bietet mit 28 mm etwas weniger Weitwinkel als beim Vorgänger (24 mm), und das Umschalten zwischen den drei Kameras geschieht mit einer spürbaren Verzögerung.
Die DJI Mavic 4 Pro bringt sieben intelligente Flug- und Aufnahmemodi mit, die Ihnen aufwendige Aufnahmen deutlich erleichtern:
FocusTrack: Unter diesem Namen fasst DJI drei Funktionen zur Motivverfolgung zusammen. Mit ActiveTrack 360° folgt die Drohne einem Motiv selbstständig. Bei Spotlight steuern Sie die Drohne frei, während die Kamera auf das Motiv gerichtet bleibt. Point of Interest lässt die Drohne ihr Motiv umkreisen.
MasterShots: Die Drohne fliegt mehrere Manöver hintereinander und schneidet daraus automatisch einen kurzen Film.
QuickShots: Auf Knopfdruck fliegt die Drohne vorprogrammierte Manöver und erstellt daraus kurze Videoclips. Zur Auswahl stehen unter anderem Dronie, Rocket, Kreisen, Helix und Asteroid.
Hyperlapse: Zeitrafferaufnahmen, bei denen sich die Drohne während der Aufnahme bewegt. Hier stehen vier Varianten zur Auswahl.
Panorama: Die Drohne nimmt mehrere Einzelbilder auf und setzt sie selbstständig zu einem großen Panoramafoto zusammen. Zur Wahl stehen Freies Panorama, Kugel, 180°, Weitwinkel und Vertikal.
Wegpunktflug: Sie legen vorab eine Route mit mehreren Punkten fest, welche die Drohne anschließend selbstständig abfliegt. So lassen sich Flüge exakt wiederholen, etwa zu verschiedenen Tageszeiten.
Tempomat: Die Drohne hält Richtung und Geschwindigkeit selbstständig, sodass Sie sich bei langen, gleichmäßigen Flügen ganz auf die Kamera konzentrieren können.
Die DJI Mavic 4 Pro tritt die Nachfolge der DJI Mavic 3 Pro an. Das Konzept mit drei Kameras ist geblieben, in fast allen anderen Punkten hat DJI aber spürbar nachgelegt:
An den rechtlichen Anforderungen ändert sich nichts, beide Drohnen gehören zur Klasse C2. Der Umstieg lohnt sich vor allem für alle, die den drehbaren Gimbal für Hochkantvideos und kreative Kamerafahrten nutzen möchten oder häufig mit der Telekamera und bei wenig Licht filmen. Wer bereits eine Mavic 3 Pro besitzt und darauf verzichten kann, muss nicht zwingend wechseln. Zudem bietet deren Hauptkamera mit 24 mm den größeren Bildwinkel.
Der Lieferumfang der Fly More Combo mit DJI RC 2.
Eine microSD-Karte ist nicht enthalten. Der Standard-Version fehlen die beiden Zusatzakkus, die Ladestation und die Tasche. Die Creator Combo bietet zusätzlich 512 GB internen Speicher und die Fernsteuerung DJI RC Pro 2.
Die DJI Mavic 4 Pro ist eine High-End-Drohne für professionelle Anwender und ambitionierte Hobbypiloten, die bei der Bildqualität keine Kompromisse eingehen möchten. Mit der Fly More Combo erhalten Sie ein Komplettpaket mit drei Akkus, mit dem Sie sofort loslegen können.
Besonders überzeugt uns der Infinity-Gimbal, der sich um 360° drehen lässt, zusammen mit dem Dreifach-Kamerasystem mit 28 mm, 70 mm und 168 mm Brennweite. Dazu kommen die Hasselblad-Hauptkamera mit 6K bei bis zu 60 fps und 100 Megapixeln, eine Flugzeit von bis zu 51 Minuten pro Akku, eine Reichweite von bis zu 15 km (CE) und die omnidirektionale Hinderniserkennung mit LiDAR.
Abstriche müssen Sie beim Gewicht von ca. 1.063 Gramm machen: Wegen der Klasse C2 benötigen Sie für Flüge in der Nähe von Menschen das A2-Zeugnis. Zudem liegt der Preis deutlich über dem Einsteigersegment. Wem eine Drohne mit zwei Kameras genügt, der findet in der DJI Air 3 eine günstigere Alternative.
Wer das nötige Budget mitbringt, erhält mit der DJI Mavic 4 Pro eine hervorragende Kameradrohne. Wir können Ihnen das Modell wärmstens empfehlen!
| Typ | Faltbare Drohne, Multicopter, Quadrocopter |
| Marke | DJI Drohnen |
| Art | Normal |
| Kamera | 6K |
| Propellerschutz | Nein |
| Gewicht | Über 900 g |
| Peis | Über 500 € |
| Gimbal | Ja |
| GPS | Ja |
| Faltbar | Ja |

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