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Die DJI Mini 3 ist eine kompakte Kameradrohne für Einsteiger, die DJI im Dezember 2022 vorgestellt hat. Sie ist die günstigere Schwester der Mini 3 Pro und übernimmt von ihr den großen Bildsensor, verzichtet aber auf Hinderniserkennung und Motivverfolgung.
Die Drohne filmt in 4K mit bis zu 30 fps, nimmt Fotos mit 12 oder 48 Megapixeln auf und stabilisiert ihre Aufnahmen über einen mechanischen 3-Achsen-Gimbal. Mit einem Akku bleibt sie laut DJI bis zu 38 Minuten in der Luft, die Reichweite beträgt bis zu 6 km (CE) in Europa.
Eine Besonderheit ist die drehbare Kamera: Für Instagram, TikTok und Co. nimmt die DJI Mini 3 echte Hochkant-Videos auf. Und das alles bei einem Gewicht von nur 248 Gramm.
Die DJI Mini 3 mit der Fernsteuerung DJI RC-N1.
Die DJI Mini 3 kommt im typischen hellgrauen Design der kleinen DJI-Drohnen daher und lässt sich zusammenfalten. Gefaltet misst sie nur 148 x 90 x 62 mm und passt damit in jede Jackentasche. Ausgeklappt kommt sie auf 251 x 362 x 72 mm.
Nicht so gut gefällt uns, dass die Propeller keinen Schnellverschluss haben. Für einen Wechsel müssen Sie zum mitgelieferten Schraubendreher greifen. Das Gehäuse ist zudem aus recht dünnem Kunststoff gefertigt, was bei einer so leichten Drohne aber kaum zu vermeiden ist.
Mit einem Abfluggewicht von 248 Gramm gehört die Kameradrohne laut DJI zur Klasse C0. Als Drohne der Klasse C0 darf sie derzeit ohne Drohnenführerschein geflogen werden. Trotzdem gilt eine maximale Flughöhe von 120 Metern, und Sie müssen die Drohne stets in Sichtweite behalten.
Bitte beachten Sie, dass Sie sich wegen der verbauten Kamera beim Luftfahrt-Bundesamt als Betreiber registrieren und Ihre Registrierungsnummer in Form eines feuerfesten Drohnen-Kennzeichens an der Drohne anbringen müssen. Außerdem ist in Deutschland eine Drohnen-Versicherung für jede Drohne Pflicht. Alle Details finden Sie in unserem Artikel zur EU-Drohnenverordnung.
Start per Tastendruck und automatische Rückkehr erleichtern den Einstieg.
Zur Positionsbestimmung nutzt die DJI Mini 3 die Satellitensysteme GPS, GLONASS und Galileo. Dadurch hält sie ihre Position in der Luft sehr genau und findet per Return-to-Home automatisch zum Startpunkt zurück. Start und Landung erfolgen bequem per Tastendruck, Sensoren an der Unterseite helfen beim präzisen Schweben in niedriger Höhe.
Leider verfügt die Drohne über keine Hinderniserkennung nach vorne, hinten oder zur Seite. Sie müssen also selbst darauf achten, nicht gegen Bäume oder Hauswände zu fliegen. Wer hier mehr Sicherheit wünscht, sollte sich die DJI Mini 4 Pro ansehen, die Hindernisse rundum erkennt.
Geflogen wird in drei Stufen: Im Cine-Modus reagiert die Drohne besonders sanft, im Normal-Modus ist sie für den Alltag abgestimmt und im Sport-Modus erreicht sie bis zu 57,6 km/h (16 m/s). Für ihr geringes Gewicht ist sie zudem erstaunlich windstabil: DJI gibt einen Windwiderstand bis Windstärke 5 an, also ca. 38 km/h (10,7 m/s). Die 38 km/h, mit denen in Angeboten oft geworben wird, beziehen sich also auf den Wind und nicht auf die Geschwindigkeit der Drohne.
Gesteuert wird die Drohne mit der mitgelieferten Fernsteuerung DJI RC-N1. Diese besitzt kein eigenes Display. Stattdessen klemmen Sie Ihr Smartphone in die Halterung und sehen das Livebild in der App DJI Fly. Der Akku der Fernsteuerung hält ca. 6 Stunden durch. Alternativ ist die Drohne auch mit der Fernsteuerung DJI RC mit eingebautem Bildschirm erhältlich.
Ein Akku reicht für bis zu 38 Minuten Flugzeit.
Die Flugzeit der DJI Mini 3 beträgt laut Hersteller bis zu 38 Minuten pro Akku. Das ist ein Laborwert, der bei Wind und häufigem Beschleunigen nicht ganz erreicht wird. Trotzdem gehört die Drohne damit zu den ausdauerndsten Modellen ihrer Klasse. Im Lieferumfang dieser Variante befindet sich ein Akku.
Der Li-Ion-Akku (7,38 V, 2.453 mAh) wird per USB-C direkt in der Drohne geladen. Mit einem 30-Watt-Ladegerät, das nicht beiliegt, dauert das ca. 64 Minuten. In der separat erhältlichen Ladestation sind es ca. 56 Minuten.
Für die Bildübertragung kommt DJIs O2-Technik zum Einsatz, die das Livebild in 720p mit 30 fps auf Ihr Smartphone bringt. Die Reichweite beträgt bis zu 6 km (CE) in Europa bzw. bis zu 10 km (FCC) in den USA. Die häufig beworbenen 10 km gelten hierzulande also nicht. In der Praxis spielt das aber kaum eine Rolle, da Sie ohnehin nur auf Sichtweite fliegen dürfen.
Der große 1/1,3-Zoll-Sensor eignet sich auch für Aufnahmen bei Nacht.
Das Herzstück der DJI Mini 3 ist ihr 1/1,3-Zoll-CMOS-Sensor mit Dual Native ISO. Er ist deutlich größer als die Sensoren vieler anderer Einsteiger-Drohnen und fängt dadurch mehr Licht ein, was vor allem in der Dämmerung sichtbar wird. Das Objektiv hat eine Brennweite von 24 mm (kleinbildäquivalent), ein Sichtfeld von 82,1° und eine lichtstarke Blende von f/1.7.
Fotos speichert die Kamera wahlweise mit 12 oder 48 Megapixeln (bis zu 8.064 x 6.048 Pixel) als JPEG oder im RAW-Format (DNG). Videos nimmt die Drohne in 4K mit bis zu 30 fps auf, in 2,7K und Full HD sind bis zu 60 fps möglich. Auf Wunsch filmt sie in HDR, also mit erweitertem Kontrastumfang, damit helle Himmel und dunkle Schatten gleichzeitig gut sichtbar bleiben. Die Bitrate liegt bei bis zu 100 Mbit/s im MP4-Format (H.264).
Für ruhige Aufnahmen sorgt ein mechanischer 3-Achsen-Gimbal, also eine motorisierte Aufhängung, die Bewegungen der Drohne in Echtzeit ausgleicht. Die Kamera lässt sich von -90° (senkrecht nach unten) bis +60° neigen und für Hochkant-Aufnahmen um 90° drehen. Dazu kommt ein Digitalzoom von bis zu 2-fach in 4K und bis zu 4-fach in Full HD.
Nicht so gut finden wir, dass die Drohne keinen internen Speicher besitzt. Ohne microSD-Karte können Sie also nicht filmen, und eine Karte liegt leider nicht bei. Ambitionierte Filmer vermissen zudem 4K mit 60 fps und ein flaches Farbprofil für die Nachbearbeitung. Für Einsteiger ist die Bildqualität der DJI Mini 3 aber mehr als ausreichend.
Die Kamera hängt an einem 3-Achsen-Gimbal.
Die DJI Mini 3 bringt fünf automatische Flugmanöver und mehrere Aufnahmemodi mit, die auch Anfängern eindrucksvolle Aufnahmen ermöglichen:
QuickShots: Auf Knopfdruck fliegt die Drohne ein vorprogrammiertes Manöver und erstellt daraus einen kurzen Videoclip. Zur Wahl stehen Dronie (rückwärts und aufwärts fliegen), Kreisen (um das Motiv herum), Helix (spiralförmig nach oben), Rocket (senkrecht nach oben mit Blick nach unten) und Boomerang (in einer ovalen Bahn um das Motiv).
Panorama: Die Drohne nimmt mehrere Einzelbilder auf und setzt sie selbstständig zu einem großen Panoramafoto zusammen.
HDR-Foto, Intervall und Belichtungsreihe: Für schwierige Lichtverhältnisse kombiniert die Kamera mehrere Aufnahmen, im Intervall-Modus löst sie in festen Abständen automatisch aus.
Hochkant-Modus: Die Kamera dreht sich um 90°, sodass Videos und Fotos ohne Zuschneiden im Hochformat entstehen.
Leider fehlt eine Motivverfolgung (Follow Me): Die DJI Mini 3 kann Personen oder Fahrzeugen nicht selbstständig folgen. Wer diese Funktion benötigt, greift zur Mini 3 Pro oder zur DJI Mini 4 Pro.
Gegenüber der DJI Mini 2 hat DJI vor allem bei Kamera und Akku nachgelegt. Die wichtigsten Unterschiede im Überblick:
Gleich geblieben ist das Fehlen einer Hinderniserkennung. Wer bereits eine Mini 2 besitzt, profitiert beim Umstieg vor allem von besseren Aufnahmen bei wenig Licht und längeren Flügen. Wenn Sie weniger ausgeben möchten, ist die DJI Mini 4K eine Alternative, allerdings mit kleinerem Sensor und kürzerer Flugzeit.
Der Lieferumfang der Variante mit DJI RC-N1.
Eine microSD-Karte und ein Ladegerät sind nicht enthalten und müssen separat erworben werden. Die Fly More Combo enthält zusätzlich zwei weitere Akkus, eine Ladestation und eine Tasche.
Die DJI Mini 3 ist eine sehr gute Einsteiger-Drohne in der Preisklasse unter 500 Euro. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels kostet sie mit Fernsteuerung 338,19 €. Sie richtet sich an alle, die ohne Vorkenntnisse hochwertige Luftaufnahmen von Reisen und Ausflügen machen möchten.
Besonders überzeugt uns der große 1/1,3-Zoll-Sensor, der in dieser Preisklasse selten ist. Dazu kommen 4K-Video mit HDR, Fotos mit 48 Megapixeln, der 3-Achsen-Gimbal, eine Flugzeit von bis zu 38 Minuten und eine Reichweite von bis zu 6 km (CE). Als Drohne der Klasse C0 dürfen Sie sie derzeit ohne Drohnenführerschein fliegen.
Abstriche müssen Sie bei der fehlenden Hinderniserkennung und der fehlenden Motivverfolgung machen. Zudem liegt dieser Variante nur ein Akku bei, und die Propeller lassen sich nur mit Schraubendreher wechseln.
Wenn Sie vorsichtig fliegen und vor allem schöne Landschafts- und Reiseaufnahmen machen möchten, fallen diese Punkte kaum ins Gewicht. Wir halten die DJI Mini 3 für eine ausgezeichnete Wahl und können Ihnen das Modell wärmstens empfehlen!
| Typ | Faltbare Drohne, Multicopter, Quadrocopter |
| Marke | DJI |
| Art | Normal |
| Kamera | 4K |
| Propellerschutz | Nein |
| Gewicht | 0 - 250 g |
| Preis | 150 - 500 € |
| Gimbal | Ja |
| GPS | Ja |
| Faltbar | Ja |

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