Drohne selber bauen – Drohnen Bausätze & DIY-Drohnen

Drohne selber bauen - Drohnenbausatz oder DIY-Drohne?

Drohne selber bauen - Drohnenbausatz oder DIY-Drohne?

Wer sich eine Drohne selber bauen möchte, kann dafür entweder zu einem Drohnen-Bausatz greifen oder alle Bauteile einzeln kaufen und die Drohne selbst bauen. Einen Quadrocopter-Bausatz zu montieren, ist auch für Neulinge meist kein großes Problem. Der komplette Eigenbau einer Drohne bedarf hingegen sorgfältiger Planung und einiger Vorkenntnisse.

 

Was man alles für die Konstruktion einer DIY-Drohne (Do-It-Yourself-Drohne) benötigt und wer sich doch besser zum Kauf eines Drohnen-Bausatzes entscheiden sollte, klären wir in unserem ausführlichen Ratgeber zum Thema Drohne selber bauen.

 

Inhaltsverzeichnis

Drohnen-Bausatz oder Drohne selber bauen?
Ratgeber für DIY-Drohnen
Diese Bauteile benötigen Sie

 

Drohnen-Bausatz oder Drohne selber bauen?

Bei der Wahl zwischen Drohnen-Bausatz und dem kompletten Eigenbau einer Drohne gibt es einige Vor- und Nachteile der beiden unterschiedlichen Arten des Drohnenbaus zu beachten.

 

Der Vorteil eines Drohnen-Bausatzes ist, dass er alle notwendigen Bauteile enthält, mit einer Anleitung daher kommt und alle einzelnen Komponenten perfekt aufeinander abgestimmt sind. Der Zusammenbau geht daher meist relativ schnell und unkompliziert von der Hand und auch Anfänger kommen so schnell zu einer DIY-Drohne, ohne sich vorher ausufernd mit dem Aufbau und der Funktion aller einzelnen Bauteile auseinandergesetzt haben zu müssen.

Drohnen-Bausatz

Die eigene Drohne selber bauen: Hier ein Hexacopter während der Montage.

 

Ein Drohnen-Bausatz ist daher die perfekte Wahl für alle, die sich keine fertig montierte Drohne kaufen wollen, sich den kompletten Eigenbau jedoch noch nicht zutrauen. Neben klassischen Quadrocoptern gibt es übrigens auch Bausätze für RC-Flugzeuge und sogar elektrische Papierflieger.

 

Wichtig vor dem Kauf: Keiner der folgenden Hersteller gibt eine Drohnenklasse (wie C0) an. Eine Drohne aus einem kompletten Bausatz gilt rechtlich nicht als Eigenbau, sondern wie eine fertig gekaufte Drohne. Ohne Klassenkennzeichen darf sie deshalb derzeit nicht in der offenen Kategorie geflogen werden – auch nicht unter 250 Gramm und auch nicht mit dem kleinen Drohnenführerschein. Erlaubt ist der Betrieb derzeit vor allem im Rahmen eines Modellflugverbands (DMFV oder MFSD) nach dessen Regeln. Klären Sie vor dem Kauf mit dem Verband, ob Ihr Modell dort geflogen werden darf.

Holz-Drohnen-Bausatz mit Fernsteuerung
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Holz-Drohnen-Bausatz mit Fernsteuerung

Einfacher Bausatz aus Holz mit Fernsteuerung und LED-Lichtern. Laut Händler mit automatischer Höhenhaltung, drei Geschwindigkeitsstufen und rund 50 bis 70 Metern Reichweite.

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DIY-Quadrocopter-Bausatz mit Kamera
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DIY-Quadrocopter-Bausatz mit Kamera

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Großer Bausatz mit 450-mm-Rahmen und der frei programmierbaren Flugsteuerung Pixhawk. Mit rund 1,1 Kilogramm deutlich über 250 Gramm – damit gelten auch die strengeren Regeln für schwerere Drohnen.

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Drohne selber bauen – ein Ratgeber für DIY-Drohnen

Wenn Sie sich dazu entschieden haben Ihre Drohne komplett selbst zu bauen, sollten Sie sich als nächstes fragen, was für eine Art von Drohne Sie bauen wollen.

 

Soll es eine klassische Drohne mit Kamera werden, um Fotos und Videos aufzunehmen oder interessieren Sie sich mehr für die ultra-schnellen FPV-Racing-Drohnen?

 

Auch stellt sich die Frage, ob es ein Quadrocopter, Hexacopter oder Octocopter werden soll. Je nach Anwendungsfall und benötigter Nutzlast kann der ein oder andere Drohnen-Typ hier von Vorteil sein.

 

Grundsätzlich gilt, dass Hexa- und Octocopter nicht nur bedeutend teurer, sondern auch anspruchsvoller in der Montage sind. Sofern Sie also keine DSLR-Kamera an Ihrer Drohne befestigen wollen, raten wir Ihnen dringend zum Bau eines Quadrocopters.

 

Des Weiteren sollten Sie beachten, dass jede Drohne eine Drohnen-Versicherung (Haftpflichtversicherung) braucht. Wiegt sie 250 Gramm oder mehr oder hat sie eine Kamera, muss sich der Betreiber außerdem beim Luftfahrt-Bundesamt registrieren und die e-ID als Drohnen-Kennzeichen anbringen. Selbst gebaute Drohnen (nicht aus einem kompletten Bausatz) unter 250 Gramm, die langsamer als 19 m/s (rund 68 km/h) fliegen, dürfen ohne Drohnenführerschein geflogen werden. Für schwerere oder schnellere Eigenbauten brauchen Sie den kleinen EU-Drohnenführerschein und halten mindestens 150 Meter Abstand zu Wohn-, Gewerbe-, Industrie- und Erholungsgebieten. Eine Drohne aus einem kompletten Bausatz gilt dagegen nicht als Eigenbau: Sie braucht wie eine fertig gekaufte Drohne ein Klassenkennzeichen (z. B. C0). Fehlt es, bleibt für Hobbypiloten vor allem der Weg über einen Modellflugverband (DMFV oder MFSD).

FPV-Racing-Drohne selber bauen

Quadrocopter-Eigenbau: Hier eine FPV-Racing-Drohne.

 

Auch der Bau einer einfachen Drohne ohne Kamera ist natürlich möglich und für den Anfang eventuell der beste Einstieg. Beachten Sie stets: Je mehr die Drohne können soll, desto mehr Komponenten müssen verbaut werden und umso komplizierter wird der Drohnenbau.

 

Besonders die Kompatibilität der einzelnen Bauteile untereinander ist immens wichtig und ohne Vorkenntnisse bzw. gründliche Recherche kann die Auswahl passender Komponenten schnell frustrierend werden.

 

Im Folgenden wollen wir Ihnen einen Überblick der wichtigsten Drohnen-Bauteile geben und Ihnen zeigen, welche einzelnen Komponenten Sie zum Drohne selber bauen benötigen.

 

Drohne selber bauen – Diese Bauteile werden benötigt:

  1. Frame (Rahmen)
  2. Flight Controller (Flugcontroller)
  3. Power Distribution Board (PDB)
  4. Brushless-Motoren (bürstenlose Motoren)
  5. Electronic Speed Controller (ESC)
  6. Propeller (Rotoren)
  7. LiPo (Akku)
  8. Ladegerät (Balance Charger)
  9. Radio Transmitter & Radio Receiver (Fernsteuerung & Funkempfänger)
  10. Optional: GPS-Modul
  11. Optional: FPV-Equipment (Videotransmitter, Kamera, Brille)

 

Multicopter bestehen aus vielen einzelnen Komponenten, die alle jeweils eine bestimmte Funktion erfüllen. Manche Bauteile sind essentiell, andere wiederum optional. So benötigt beispielsweise jeder Multicopter einen Rahmen, Motoren und Propeller, während zusätzliches FPV-Equipment nicht zwingend erforderlich ist.

 

Die folgende Beschreibung der einzelnen Komponenten einer Drohne soll Ihnen als Anleitung zum Drohne selber bauen dienen und Ihnen bei der Auswahl der passenden Bauteile helfen. Weitere Tipps und Hintergründe finden Sie übrigens in zahlreichen Büchern zum Thema Multicopter selber bauen.

 

Frame (Rahmen)

Der Rahmen oder Frame einer Drohne ist oftmals das erste Bauteil, das Sie sich aussuchen. Der Multicopter-Frame bestimmt über den Typ (Quadro-, Hexa- oder Octocopter) und die Größe der Drohne.

 

Die gängigsten Frames für Drohnen bestehen aus Kohlefaser oder GFK (Glasfaserverstärkter Kunststoff) und werden in X-Bauweise angeboten. Diese Form ist für den Bau von Quadrocoptern vorgesehen. Die Unterschiede der einzelnen X-Frames bestehen sowohl in der Größe als auch im Design.

 

Bei FPV-Drohnen sind 3-Zoll-Frames bis 7-Zoll-Frames übliche Größen, für Rennen meist 5 Zoll. Die Zoll-Angabe nennt die größten Propeller, die auf den Rahmen passen. Rahmen kleiner als 150 mm Durchmesser (gemessen von Motormittelpunkt zu Motormittelpunkt) werden üblicherweise als Micro-Frames bezeichnet, größere Rahmen als Mini-Frames. Wenn Sie sich hingegen einen Quadrocopter selber bauen wollen der große Nutzlasten transportieren soll, sind auch weitaus größere Frames, etwa zwischen 45 cm und 65 cm, erhältlich.

 

Da die Größe des Rahmens maßgeblich das schlussendliche Gewicht der Drohne bestimmt, sollten Sie bei der Auswahl bereits Ihr angestrebtes Maximalgewicht kennen. Möchten Sie beispielsweise unbedingt eine leichte Drohne unter 250 Gramm bauen, so sollten Sie zu einem 3“-Frame greifen. Allerdings kann es bei dieser Größe schon schwierig werden, neben einer FPV-Kamera z. B. auch noch eine Actioncam unterzubringen.

 

X-Frames können weiter unterteilt werden, je nach Neigungswinkel der Ausleger. Während das sogenannte „True X“-Design ein Kreuz mit 90°-Winkeln darstellt, gibt es auch noch das „Wide X“- als auch das „Stretch X“-Design.

 

Beim „True X“ erreicht man die größte Ausgewogenheit in puncto Stabilität in allen Achsen. „Wide X“-Frames werden hingegen oftmals beim Freestyle-Fliegen genutzt, da die größere Mittelfläche mehr Platz zum Anbringen von Actioncams à la GoPro Hero und Co bietet.

 

„Stretch X“-Frames gleichen von den Winkeln her den „Wide X“-Frames, nur ist das gesamte Setup um 90° gedreht. Diese Rahmen finden vor allem bei Racing-Drohnen Verwendung, da sie eine bessere Stabilität in der Pitch-Achse bieten.

 

Weitere gängige Frame-Designs sind „Dead Cat“, „H“, „HX“, „Z“ und Plus. Sie alle haben ihre speziellen Vor- und Nachteile. Je nach Anwendungsgebiet der Drohne sollten Sie sich für das am besten zu Ihren Vorstellungen passende Design entscheiden.

 

Flight Controller (Flugcontroller)

Der Flight Controller ist so etwas wie das Gehirn des Copters. Es handelt sich um eine Platine mit diversen Sensoren und einem Mikroprozessor zur Datenverarbeitung.

 

Die Steuerungsbefehle des Piloten werden im Flight Controller mit den Daten der verbauten Sensorik (Gyroskop etc.) kombiniert. Anschließend sendet der Flight Controller entsprechende Befehle an die Motoren bzw. die ESCs (Electronic Speed Controller).

 

Bei der Auswahl eines passenden Flight Controllers werden Ihnen die Bezeichnungen F1, F3, F4, F7 und H7 begegnen. Es handelt sich dabei um die Generationsnamen der Mikroprozessoren, die sehr oft vom Unternehmen STMicroelectronics stammen.

 

Grundsätzlich gilt: Je neuer die Generation, desto schneller der verbaute Prozessor. Zu F1- und F3-Chips sollten Sie heute nicht mehr greifen – die verbreitete Firmware Betaflight unterstützt F3-Boards seit Version 4.0 nicht mehr. Ein F4 sollte es schon sein, mit einem F7 oder H7 sind Sie auch für zukünftige Neuerungen gewappnet.

 

Weitere Unterschiede bei Flight Controllern finden sich in der Zusatzausstattung. Mittlerweile werden immer öfter sogenannte AIO FC (All-in-One Flight Controller) angeboten. Diese Art von Flight Controllern besitzt oftmals auch ein PDB (Power Distribution Board), ein OSD (On Screen Display), ein BEC (Spannungsregler) oder auch schon die ESCs (Electronic Speed Controller).

SpeedyBee F405 V4 Stack
Flight Controller und ESC

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Beliebter Stack aus F405-Flight-Controller und 55-A-4in1-ESC für 3 bis 6 Zellen, Lochabstand 30 × 30 mm. Der ESC läuft mit BLHeli_S. Verschickt wird von einem Händler aus China, die Lieferung dauert länger.

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Power Distribution Board

Power Distribution Boards (PDB) helfen dabei, die Verkabelung der einzelnen Bauteile signifikant zu vereinfachen. Das PDB ist so etwas wie ein Stromverteiler, an den alle weiteren Bauteile angeschlossen werden.

 

Einige PDBs bieten zusätzlich noch weitere Features wie z. B. eine Spannungsfilterung oder stellen ein OSD (On Screen Display) zur Verfügung. Bei aktuellen Eigenbauten ist ein eigenes PDB allerdings kaum noch nötig: Ein 4in1-ESC vereint die vier Motorregler auf einer Platine und übernimmt zugleich die Stromverteilung. Das Akkukabel wird direkt an den ESC gelötet, der Flight Controller sitzt darüber und bekommt seinen Strom über ein Kabel vom ESC. Flight Controller und 4in1-ESC zusammen nennt man einen Stack. Separate PDBs werden deshalb heute kaum noch angeboten.

 

Brushless-Motoren (bürstenlose Motoren)

Fast alle Drohnen nutzen heutzutage sogenannte Brushless-Motoren (bürstenlose Motoren), die mit Hilfe von Elektromagneten für die Rotation der Propeller sorgen. Angesteuert werden die Motoren jeweils von einem ESC (Electronic Speed Controller), der die Signale des Flight Controllers in passende Steuerungsimpulse für den Motor umwandelt.

 

Achten Sie bei der Auswahl der passenden Motoren für Ihre DIY-Drohne stets auf eine passende Größe sowie ausreichende Leistungsfähigkeit. Ein 2206 – 2450kV Motor hat beispielsweise einen Stator-Durchmesser von 22 mm und eine Gehäusehöhe von 6 mm.

 

Der kV-Wert gibt Aufschluss über die möglichen Motorumdrehungen pro Volt, wobei hier die Spannung des verbauten LiPos (Lithium-Polymer-Akkumulator) Ihrer Drohne zum Tragen kommt. Bei einem 4S LiPo mit 14,8 V ergibt sich beispielsweise ein Wert von 36.260 Umdrehungen pro Minute (2450 kV x 14,8 V = 36.260 rpm). Bei 5-Zoll-Drohnen mit den heute üblichen 6S-Akkus (22,2 V) kommen deshalb Motoren mit niedrigerem kV-Wert zum Einsatz, etwa um 1.900 kV.

 

Neben der Umdrehungszahl ist vor allem der in Gramm angegebene Schub wichtig für die Wahl des passenden Motors. Je nach Gewicht Ihrer Drohne müssen Sie hier ein passendes Setup finden. Viele Onlineshops bieten übrigens auch eine Beratung für die Zusammenstellung einer selbstgebauten Drohne an.

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Preis je Motor

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Brushless-Motor der Größe 2207 mit 1950 kV, eine typische Wahl für 5-Zoll-Drohnen mit 6S-Akku. Der Preis gilt für einen Motor – Sie brauchen vier.

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Electronic Speed Controller (ESC)

Ein Electronic Speed Controller ist das Bindeglied zwischen Flight Controller und Motor. Jeder Motor benötigt einen eigenen ESC, der mit Hilfe der Signale des Flight Controllers und dem Strom des Akkus die Motoren zum Drehen bringt. Heute sitzen die vier Regler meist zusammen auf einer Platine, einem sogenannten 4in1-ESC.

 

Viele aktuelle ESCs verfügen über einen 32-bit Prozessor. Genau wie beim Flight Controller nutzt auch ein ESC eine eigene Firmware, die die Berechnungen steuert. Lange war BLHeli_32 Standard; seit deren Entwickler 2024 aufgegeben hat, setzen neue 32-bit-ESCs meist auf die freie Firmware AM32. Günstigere ESCs mit 8-bit-Prozessor laufen mit BLHeli_S oder dessen Weiterentwicklung Bluejay. Angesteuert werden ESCs heute über das digitale Protokoll DShot, meist DShot300 oder DShot600.

 

Achten Sie bei der Wahl der passenden Electronic Speed Controller vor allem auf die Kompatibilität mit den Motoren, Propellern sowie dem verbauten Akku (3S, 4S, 6S). Viele Händler bieten hierzu auch eine individuelle Beratung vor dem Kauf an.

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4in1-ESC mit AM32

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Vier Regler auf einer Platine mit der freien Firmware AM32, für Akkus mit 2 bis 6 Zellen. Die Alternative, wenn Sie Flight Controller und ESC einzeln kaufen.

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Propeller (Rotoren)

Die Propeller, auch Rotoren oder nur Props genannt, sorgen dafür, die Leistung der Motoren in Schub umzuwandeln, und damit für den nötigen Vortrieb der Drohne.

 

Zur Auswahl stehen unterschiedliche Materialien (hauptsächlich Kunststoff, aber auch Kohlefaser), verschiedene Größen und abweichende Steigungen (Pitch) der Flugschrauben. Auch gibt es Rotoren mit mehr oder weniger als drei Blättern.

 

Die Nomenklatur von Drohnen-Propellern folgt einem festen Muster. Ein 4,5 x 4 x 3 Propeller besitzt beispielsweise einen Durchmesser von 4,5 Zoll, eine Steigung von 4 Zoll und drei einzelne Rotorblätter.

 

Die Steigung der Propeller definiert, wie weit sich ein Rotor bei einer kompletten Umdrehung vorwärts bewegt, in unserem Beispiel also 4 Zoll oder 10,16 cm.

 

Je größer ein Propeller ist, desto mehr Schubkraft kann er entwickeln. Andererseits sind größere Rotoren auch träger bzw. haben eine schlechtere Reaktionszeit als kleine Propeller. Außerdem sollten die Propeller stets auf die verwendeten Motoren abgestimmt sein. Eine genaue Recherche zusammenpassender Bauteile ist auch bei der Auswahl der passenden Rotoren unerlässlich.

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Propeller

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Dreiblatt-Propeller von HQProp für 5-Zoll-Drohnen, fünf Sätze im Paket.

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LiPo-Akku

Der LiPo-Akku einer Drohne versorgt alle übrigen Bauteile mit Strom und sollte so ausgesucht werden, dass eine optimale Balance zwischen Leistungsfähigkeit und Gewicht gefunden wird.

 

Üblicherweise werden beim Multicopter-Bau Lithium-Polymer-Akkumulatoren (LiPos) verwendet. Vorteile dieses Batterietyps sind einerseits die hohe Energiedichte und andererseits die hohe Entladungskapazität der einzelnen Zellen. Außerdem erfolgt der Entladungsvorgang relativ gleichmäßig, so dass auch bei geringem Akkustand noch ausreichend Spannung zur Verfügung steht.

 

Eine einzelne LiPo-Zelle hat eine Nennspannung von 3,7 V. Um mehr Leistung zu erreichen, werden daher mehrere Zellen miteinander kombiniert (in Reihe geschaltet). Die Bezeichnungen 1S, 2S, 3S, 4S, 5S und 6S geben an, aus wie vielen einzelnen Zellen der Akku besteht.

 

Je mehr Zellen ein LiPo hat, desto mehr Spannung steht für den Betrieb von Motoren und sonstiger Elektronik zur Verfügung. Mehr Zellen ermöglichen höhere Motorendrehzahlen und daher potentiell mehr Power. Auf der anderen Seite spielt natürlich auch das Gewicht eines Akkus eine wesentliche Rolle. Bei 5-Zoll-Drohnen sind heute 6S-Akkus üblich, die ein sehr gutes Leistungs-/Gewichtsverhältnis bieten; kleinere Drohnen fliegen meist mit 1S bis 4S.

 

Neben der Spannung sind auch die Milliamperestunden (mAh) des Akkus von großer Bedeutung für die gesamte Leistungsfähigkeit des Copters. Grundsätzlich gilt, je höher der mAh-Wert, desto mehr Flugzeit ist möglich.

 

Ein 2000 mAh LiPo ist beispielsweise in der Lage, eine Stunde lang 2A (2000 mA) zu liefern. Andererseits kann er auch 30 Minuten lang 4A (4000 mA) liefern, usw.

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6S-LiPo

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6S-LiPo mit 1300 mAh und XT60-Stecker – die übliche Größe für 5-Zoll-Drohnen.

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Ladegerät (Balance Charger)

Um einen LiPo aufzuladen, benötigen Sie ein spezielles Ladegerät – einen sogenannten Balance Charger, mit dem sowohl Spannung als auch Stromstärke während des Ladeprozesses überwacht und automatisch angepasst werden können. Balance Charger optimieren somit den Ladevorgang und schützen dabei gleichzeitig den Akku, indem sie die Spannung in den einzelnen Zellen stets angleichen.

 

Besonders praktisch ist, dass die meisten LiPo-Ladegeräte in Bezug auf Spannung und Stromstärke einstellbar sind. So können Sie mit ein und demselben Ladegerät unterschiedliche Arten von Akkus laden (z. B. sowohl den Drohnen-Akku als auch den der Fernsteuerung oder FPV-Brille). Viele Balance Charger können außerdem auch andere Akkumulatoren wie z. B. eine Autobatterie oder NiCd-Batterien aufladen. Damit sind sie auch über den Gebrauch für Drohnen hinaus äußerst nützlich.

ISDT 608AC
Ladegerät

ISDT 608AC

Balance-Ladegerät für LiPo-Akkus, das an der Steckdose oder an 12 Volt betrieben wird. An der Steckdose lädt es mit bis zu 50 Watt.

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Radio Transmitter & Radio Receiver (Fernsteuerung & Funkempfänger)

Für die Steuerung Ihrer DIY-Drohne benötigen Sie sowohl einen Sender (die Fernsteuerung) als auch einen Empfänger auf der Drohne. Steuerungsbefehle werden über sogenannte Kanäle vom Controller an den Multicopter übermittelt.

 

Pro Achse (Throttle, Yaw, Pitch, Roll) wird jeweils ein eigener Kanal benötigt. Jeder weitere Regler, Knopf oder Hebel erfordert zusätzliche Kanäle. 6 Kanäle sollte eine Fernsteuerung daher schon mindestens haben. Je mehr Funktionen Ihre Drohne aufweisen soll, desto mehr Kanäle benötigen Sie.

 

Die meisten Fernsteuerungen senden heutzutage auf dem 2,4 GHz-Frequenzband. Der Vorteil dieses Frequenzbandes ist das sogenannte Frequency Hopping, das es ermöglicht mehrere Signale verschiedener Nutzer gleichzeitig zu managen. Daneben gibt es Fernsteuerungen für 868 MHz (in Nordamerika 915 MHz).

 

Diese niedrigere Frequenz wird üblicherweise beim FPV-Fliegen über große Distanzen genutzt. Im Hobby-Drohnenbereich ist 2,4 GHz jedoch die am häufigsten verwendete Frequenz.

 

Der Funkempfänger wird auf der Drohne angebracht und empfängt die Signale der Fernsteuerung, um diese anschließend an den Flight Controller weiterzugeben. Sender und Empfänger müssen dasselbe Funkprotokoll nutzen. Verbreitet ist heute das offene System ExpressLRS (ELRS), oft in Fernsteuerungen mit dem Betriebssystem EdgeTX.

RadioMaster Pocket ELRS
Fernsteuerung

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Kompakte Fernsteuerung mit ELRS-Funk und dem Betriebssystem EdgeTX, beliebt bei Einsteigern.

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Passender Empfänger

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ELRS-Empfänger, der mit der RadioMaster Pocket zusammenarbeitet und am Flight Controller angeschlossen wird.

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GPS-Module

GPS-Module werden meist separat gekauft und an den Flight Controller angeschlossen; nur wenige Flight Controller haben eines bereits eingebaut. Mit Hilfe eines GPS-Moduls erhalten Sie Informationen zu Position und Geschwindigkeit der Drohne. Die Firmware Betaflight nutzt es außerdem für eine Notfall-Rückkehr zum Startpunkt („GPS Rescue“).

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Für die Rückkehrfunktion

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Kleines GPS-Modul für FPV-Drohnen von 2 bis 7 Zoll, das neben GPS auch Galileo und BeiDou empfängt. Es wird per Kabel am Flight Controller angeschlossen.

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FPV-Equipment (Videotransmitter, Kamera, Brille)

Wenn Sie Ihrer DIY-Drohne ein FPV-Videosystem hinzufügen möchten, um das Livebild der Drohne entweder auf einem Monitor oder mit Hilfe einer FPV-Brille darzustellen, benötigen Sie neben den oben aufgeführten Komponenten noch ein paar weitere Bauteile.

 

Als erstes wäre da die FPV-Kamera. Die meisten FPV-Kameras haben ihren Ursprung in der Überwachungstechnik, auch wenn mittlerweile auch immer mehr dedizierte FPV-Kameras entwickelt werden. Zur Auswahl stehen analoge Kameras mit 600 bis 1200 TVL, spezielle Low-Light-Kameras sowie digitale Kameras mit 720p, 1080p oder sogar 4K.

 

Neben dem erforderlichen Preis ist auch zu beachten, dass höhere Auflösungen auch mit einer erhöhten Latenz in der Übertragung einhergehen können. Beim FPV-Racing werden daher auch heute oft noch analoge Kameras verwendet, die zugunsten einer möglichst geringen Verzögerung auf eine hohe Auflösung verzichten.

RunCam Racer Nano 4
Analoge Kamera

RunCam Racer Nano 4

Analoge FPV-Kamera mit 1200TVL und sehr geringer Verzögerung. Für den analogen Weg brauchen Sie dazu einen analogen Video-Sender und eine analoge Brille.

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Auch gibt es einen Unterschied zwischen analoger und digitaler Bildübertragung. Bei analoger Bildübertragung kommt es bei abnehmender Signalqualität zu Bildrauschen, die Verbindung bleibt jedoch bestehen. Bei digitaler Bildübertragung kann es hingegen zu Artefakt-Bildung und spontanem Einfrieren des Bildes kommen. Digitale Systeme wie DJI O4, Walksnail oder HDZero liefern dafür ein deutlich schärferes Bild und sind heute weit verbreitet. Bei ihnen bilden Kamera und Videotransmitter meist eine Einheit.

 

Damit das Videosignal an den Monitor oder die Brille übertragen werden kann, werden ein Videotransmitter sowie eine entsprechende FPV-Antenne benötigt. Unterschiede zeigen sich hier in Größe, Signalstärke und Zusatzausstattung. Je mehr Sendeleistung (in Milliwatt) ein Videotransmitter hat, desto stärker ist das Signal und desto größer die Reichweite der Bildübertragung. In Deutschland sind im 5,8-GHz-Band ohne Amateurfunkzeugnis allerdings nur 25 Milliwatt erlaubt.

DJI O4 Air Unit Pro
Digitaler Video-Sender

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Video-Sender und Kamera in einem Gerät: laut DJI mit 1/1,3-Zoll-Sensor, Video in 4K und Betrieb mit Akkus bis 6S.

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Antenne

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Zirkular polarisierte Antenne (LHCP) für das 5,8-GHz-Band mit U.FL-Stecker, z. B. als Ersatz für die Antennen der DJI O4 Pro.

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Auch bei den erhältlichen FPV-Brillen steht Ihnen eine große Auswahl zur Verfügung. Grundsätzlich verfügt jede FPV-Brille über einen Videoempfänger und über eine Antenne, um das Videosignal der Drohne empfangen zu können. Teure Modelle besitzen oftmals zusätzlich ein DVR-System (Digital Video Recording) zur Aufzeichnung des Videomaterials.

 

Manche FPV-Goggles besitzen außerdem noch Audio-Support, HDMI-Inputs oder weitere Zusatzfunktionen.

 

Beachten Sie: Wer mit FPV-Brille fliegt, sieht die Drohne nicht mehr direkt. In der offenen Kategorie muss deshalb ein Beobachter direkt neben Ihnen stehen, der die Drohne im Blick behält.

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Welches Werkzeug benötige ich zum Drohne selber bauen?

Für die Montage Ihres Multicopters benötigen Sie verschiedene Werkzeuge, auch wenn es sich hierbei meist nicht um Spezialwerkzeug handelt.

Lötkolben mit Lötzinn

Einen Lötkolben und Lötzinn benötigen Sie zum Bau einer Drohne auf jeden Fall.

Schraubendreher, Inbusschlüssel, Zange, Pinzette, Seitenschneider und vor allem ein Lötkolben sind die wichtigsten Utensilien beim Drohne selber bauen. Auch wenn in puncto Löten hauptsächlich ein paar Kabel und Kontakte verlötet werden müssen, raten wir Anfängern vorab trotzdem zu ein paar Trockenübungen, bevor Sie sich an die eigentlichen Bauteile wagen.

 

Wo bekomme ich Hilfe zum Drohne selber bauen?

Die DIY-Community für Drohnen ist in den letzten Jahren stetig größer geworden und auch die Auswahl an Quadrocopter-Bausätzen und -teilen war nie größer als heute. Mitglieder in Drohnenforen liefern Anregungen für neue Projekte, geben Inspiration und helfen bei der Erstellung von Bauplänen. Die Community eines Drohnenforums steht hilfreich und kompetent mit Rat und Expertise zur Seite, sollten beim Drohne selber bauen unerwartete Schwierigkeiten auftreten.

 

Zudem bringt der Austausch mit anderen Hobby-Bastlern auch immer neue Ideen für zukünftige Bauvorhaben. Abseits der einschlägigen Internetforen gibt es auch eine Vielzahl an Büchern zum Thema Drohne selber bauen, die bei der Bewältigung des ersten Bauvorhabens eine große Hilfe darstellen können.

Racerdrohne selber bauen und tunen (Buch)
Buch zum Einstieg

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Deutschsprachiges Buch, das den Bau eines FPV-Racers Schritt für Schritt erklärt – auch ohne Vorkenntnisse.

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Egal ob Sie sich nun für einen Drohnen-Bausatz entscheiden oder Ihre Drohne komplett selbst bauen wollen – wir vom Drohnen-Vergleich wünschen Ihnen viel Spaß und Erfolg!