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Die Aunguuk V888 ist eine faltbare Einsteigerdrohne mit laut Hersteller bürstenlosen Motoren und einer elektrisch um 90° neigbaren Kamera. Das Livebild sehen Sie auf Ihrem Smartphone. Mit zwei Akkus kommen Sie laut Hersteller auf bis zu 40 Minuten Flugzeit, also bis zu 20 Minuten pro Akku. Propellerschutz und Tragetasche gehören ebenfalls zum Lieferumfang.
Bitte beachten Sie: Ein GPS-Modul besitzt die Drohne nicht. Außerdem sind einige Werbeaussagen im Amazon-Angebot nicht belegt, allen voran die „4K-Kamera“. Wo das der Fall ist, weisen wir im Text darauf hin.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels kostete die Drohne 46,74 Euro.
Die Aunguuk V888 mit Fernsteuerung, Zubehör und Tragetasche.
Die V888 ist in Schwarz gehalten. Rote und blaue LEDs an den Armen sowie helle LEDs an der Front helfen bei der Orientierung. Vorne sitzt die Kamera, daneben eine zweite Linse. Die vier Arme lassen sich einklappen, sodass Sie diese Kameradrohne platzsparend in der mitgelieferten Tasche verstauen können. Laut Hersteller misst sie ausgeklappt etwa 18,5 x 17 cm und gefaltet 12,5 x 8 cm.
Das Gewicht liegt laut Amazon-Produktdaten bei 100 Gramm. Für die ersten Flüge liegen vier Propellerschutzbügel bei, die Personen und Gegenstände vor den drehenden Rotorblättern schützen.
Eine Drohnenklasse gibt der Hersteller nicht an. Ob Sie die Drohne ohne Drohnenführerschein fliegen dürfen, hängt deshalb nicht allein vom Gewicht ab. Mehr dazu lesen Sie in unserem Ratgeber Drohne ohne Führerschein.
Da eine Kamera verbaut ist, müssen Sie sich beim Luftfahrt-Bundesamt als Betreiber registrieren und Ihre Registrierungsnummer (eID) als Drohnen-Kennzeichen an der Drohne anbringen. In Deutschland ist zudem eine Drohnen-Versicherung für jede Drohne Pflicht. Wo Sie fliegen dürfen, erfahren Sie in unserem Artikel zu den Drohnenregeln.
Geflogen wird mit einer Fernsteuerung im Gamepad-Format. Einen eigenen Bildschirm hat diese jedoch nicht: Ihr Smartphone stecken Sie in die Halterung oben an der Fernsteuerung und sehen dort per WLAN das Livebild der Kamera (FPV, „First Person View“). Laut Hersteller lässt sich die Drohne auch direkt per App steuern, etwa durch Neigen des Smartphones (Schwerkraft-Sensor). Wie die App heißt, verrät der Hersteller leider nicht.
Höhenhaltung, Start und Landung per Taste und drei Geschwindigkeitsstufen.
Angetrieben wird die V888 laut Hersteller von Brushless-Motoren, also bürstenlosen Motoren, die leiser und langlebiger arbeiten als einfache Bürstenmotoren. Die Flughöhe hält die Drohne automatisch (Höhenhaltung), Start und Landung erledigen Sie per Tastendruck. Zur Auswahl stehen drei Geschwindigkeitsstufen, eine Höchstgeschwindigkeit nennt der Hersteller nicht.
Außerdem wirbt der Hersteller mit einer 360°-Hindernisvermeidung. Welche Sensoren dafür zum Einsatz kommen und ab welchem Abstand sie Hindernisse erkennen, beschreibt er nicht. Wahrscheinlich handelt es sich um Infrarot-Technik. Diese funktioniert erfahrungsgemäß recht zuverlässig, ganz darauf verlassen sollten Sie sich jedoch nicht.
Ein GPS-Modul ist nicht verbaut, eine Rückkehrfunktion nennt der Hersteller nicht. Draußen kann die Drohne bei Wind abdriften, und Sie müssen sie selbst zurückfliegen. Wir empfehlen Ihnen, die V888 nur bei schwachem Wind und immer in Sichtweite zu fliegen.
Flugbahnflug, Headless-Modus und 360°-Flip.
Neben Start und Landung per Taste nennt der Hersteller für die Aunguuk V888 diese Modi:
Headless-Modus: Die Drohne reagiert auf die Steuerbefehle unabhängig davon, in welche Richtung ihre Vorderseite zeigt. Das erleichtert die ersten Flüge. Wir empfehlen Ihnen jedoch, auch die normale Steuerung zu lernen.
Flugbahnflug: In der App zeichnen Sie mit dem Finger eine Route, die die Drohne anschließend abfliegt.
Gestensteuerung: Mit einer Handgeste vor der Kamera lösen Sie ein Foto oder eine Videoaufnahme aus.
360°-Flip und Drehung: Auf Tastendruck vollführt die Drohne einen Überschlag oder dreht sich um die eigene Achse.
Einer der beiden Wechselakkus der V888.
Zum Lieferumfang gehören zwei Wechselakkus (Lithium-Polymer), die über ein USB-Kabel geladen werden. Laut Hersteller fliegen Sie mit beiden zusammen bis zu 40 Minuten, das sind bis zu 20 Minuten pro Akku. Für eine Drohne dieser Preisklasse ist das ein sehr guter Wert, wir rechnen in der Praxis aber mit weniger. Kapazität und Ladezeit der Akkus nennt der Hersteller nicht.
Die Reichweite der Fernsteuerung gibt der Hersteller mit 100 Metern an. Wie weit das Livebild auf dem Smartphone reicht, sagt er nicht. Bei WLAN-Übertragung liegt dieser Wert erfahrungsgemäß oft darunter.
Geworben wird mit einer 4K-Kamera, genannt werden aber für Videos weder Pixelzahl noch Bildrate. Belegt ist nur eine Fotoauflösung von 8,3 Megapixeln – das entspricht 4K bei Fotos. Rechnen Sie eher mit einfacher HD-Qualität (720p) bei Videos.
Praktisch: Die Kamera lässt sich während des Flugs elektrisch um 90° neigen. Ein Gimbal, also eine motorisierte Aufhängung, die Bewegungen der Drohne ausgleicht, ist nicht vorhanden. Auch eine elektronische Bildstabilisierung wird nicht erwähnt.
Wo Fotos und Videos gespeichert werden, gibt der Hersteller nicht an. Eine Speicherkarte liegt nicht bei, und die Grafiken zeigen die Aufnahme über das Smartphone. Werden die Aufnahmen auf dem Smartphone gesichert, ist das in der Regel nur das per WLAN übertragene Bild, worunter die Qualität von Fotos und Videos leidet.
Die Bfhdbdt M6 verfolgt ein sehr ähnliches Konzept: Beide Drohnen sind faltbar, haben laut Hersteller bürstenlose Motoren und eine elektrisch um 90° neigbare Kamera. Beide bieten drei Geschwindigkeitsstufen, werben mit einer 360°-Hindernisvermeidung, kommen ohne GPS aus und werden mit zwei Akkus und Tasche geliefert. Die Unterschiede im Überblick:
Wer das Livebild direkt auf der Fernsteuerung sehen möchte, greift zur M6. Die V888 macht dafür nachvollziehbarere Angaben zu Flugzeit und Reichweite und bringt einen Propellerschutz mit.
Auf dem Papier bietet die Aunguuk V888 für ihren Preis einiges: laut Hersteller bürstenlose Motoren, eine elektrisch neigbare Kamera, zwei Akkus mit zusammen bis zu 40 Minuten Flugzeit, eine Reichweite von 100 Metern, Propellerschutz und Tragetasche. Für Übungsflüge und als Spaßdrohne ist das eine ordentliche Ausstattung.
Dem stehen jedoch deutliche Schwächen gegenüber: Die beworbene 4K-Kamera ist für Videos nicht belegt, die Aufnahmen landen voraussichtlich nur auf dem Smartphone, und die Hindernisvermeidung ist nicht näher beschrieben. Es gibt kein GPS und damit keine verlässliche Rückkehrfunktion. Für Luftaufnahmen ist die V888 daher nicht die richtige Wahl. Für Kinder eignet sie sich trotz der Werbung nur unter Aufsicht Erwachsener.
Für ca. 50 Euro erhalten Sie eine Drohne zum Üben und Ausprobieren, mehr sollten Sie nicht erwarten. Möchten Sie das Livebild auf einem Bildschirm in der Fernsteuerung sehen, ist die Bfhdbdt M6 eine ähnliche Alternative. Ebenfalls mit Bildschirm-Fernsteuerung und klareren Angaben zur Kamera kommt die FAKJANK F417PRO. Bevorzugen Sie eine bekannte Marke, ist die Holy Stone HS200P einen Blick wert. Weitere Modelle für den Einstieg finden Sie in unserem Ratgeber zur Drohne für Anfänger.
| Typ | Multicopter |
| Marke | Aunguuk |
| Art | Normal |
| Kamera | - 720p (HD) |
| Propellerschutz | Ja |
| Gewicht | 0 - 250 g |
| Preis | 0 - 150 € |
| Gimbal | Nein |
| GPS | Nein |
| Faltbar | Ja |

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