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Die Revell Control Go! Video (23858) ist ein Quadrocopter mit Kamera vom deutschen Modellbau-Hersteller Revell. Mit rund 31 x 31 cm ist sie ein klassischer Einsteiger-Copter mit Rotorschutzbügeln und Landekufen. Die Kamera nimmt Videos in 480p und Fotos auf eine Speicherkarte auf. Revell sieht die Drohne für den Innen- und Außenbereich vor und empfiehlt sie ab 14 Jahren.
Zur Ausstattung gehören eine 4-Kanal-Fernsteuerung mit 2,4 GHz, ein 6-Achsen-Gyro zur Stabilisierung, drei Geschwindigkeitsstufen, ein Headless-Modus und eine Flip-Funktion. Geflogen wird mit einem wechselbaren Akku (LiPo, 3,7 V, 380 mAh), der per USB geladen wird. Laut Revell gehört die Go! Video zur Drohnenklasse C0.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels kostete die Go! Video 29,99 Euro. Bitte beachten Sie: Zur Flugzeit, zur Reichweite und zum Gewicht macht Revell keine Angaben. Wo Informationen fehlen, weisen wir im Text darauf hin.
Die Revell Control Go! Video auf der Handfläche.
Die Go! Video ist ein klassischer Quadrocopter mit vier festen Armen, sie lässt sich also nicht zusammenklappen. Der Rumpf ist weiß mit roten Akzenten, auf der Oberseite prangt ein Zielscheiben-Logo. An allen vier Armen sitzen Schutzbügel, die die Rotoren bei Zusammenstößen schützen. Die Schutzbügel und die Landekufen schrauben Sie vor dem ersten Flug selbst an. Die Kamera sitzt unter dem Rumpf. Für die Maße nennt Revell nur „kompakte Maße“, mit rund 31 x 31 x 10 cm ist die Go! Video aber deutlich größer als eine Mini-Drohne. Wer Wert auf scharfe Luftaufnahmen legt, findet bei uns leistungsstärkere Drohnen mit Kamera.
Ein Gewicht nennt Revell leider nicht. Die Go! Video wiegt aber deutlich weniger als 250 Gramm, sonst könnte sie nicht zur Klasse C0 gehören. Laut Revell ist sie für den Innen- und Außenbereich gedacht, in den Warnhinweisen spricht der Hersteller von „Haus und Garten“.
Laut Revell gehört die Go! Video zur Drohnenklasse C0. Als Drohne der Klasse C0 darf sie derzeit ohne Drohnenführerschein geflogen werden. Mehr dazu lesen Sie in unserem Ratgeber Drohne ohne Führerschein. Da eine Kamera verbaut ist, müssen Sie sich vor dem ersten Flug im Freien jedoch beim Luftfahrt-Bundesamt als Betreiber registrieren und Ihre Registrierungsnummer (e-ID) als Drohnen-Kennzeichen an der Drohne anbringen. Außerdem ist eine Drohnen-Versicherung Pflicht. Alle Details finden Sie in unserem Artikel zu den Drohnenregeln.
Die Fernsteuerung der Revell Control Go! Video.
Für eine stabile Fluglage sorgt laut Revell ein 6-Achsen-Gyro-System. Eine automatische Höhenhaltung nennt der Hersteller aber nicht: Die Flughöhe regeln Sie selbst mit dem linken Steuerknüppel. Das erfordert anfangs etwas Übung. Geflogen wird in drei Geschwindigkeitsstufen, für den Anfang eignet sich die langsamste. Driftet die Drohne im Schwebeflug ab, lässt sie sich über Trimm-Tasten wieder austarieren. LEDs am Rumpf sorgen für einen leuchtenden Effekt.
Gesteuert wird über die mitgelieferte 4-Kanal-Fernsteuerung mit 2,4 GHz, die an ein Gamepad erinnert. Sie hat eigene Tasten für Fotos und Videos. Ein Smartphone oder eine App sind nicht nötig. Die Fernsteuerung benötigt vier AA-Batterien, die leider nicht im Lieferumfang enthalten sind. GPS, eine Hinderniserkennung oder eine Rückkehrfunktion gibt es in dieser Klasse erwartungsgemäß nicht.
Die Revell Control Go! Video mit Fernsteuerung, Akku, Ersatzrotoren und Kartenleser.
Im Lieferumfang befindet sich ein LiPo-Akku (3,7 V, 380 mAh). Eine Flugzeit nennt Revell leider nicht. Bei einem Akku dieser Größe sollten Sie aber nur mit wenigen Minuten pro Ladung rechnen. Gut gefällt uns, dass der Akku wechselbar ist: Mit einem zweiten Akku, den Revell als Ersatzteil anbietet, verlängern Sie den Flugspaß.
Geladen wird der Akku über das mitgelieferte USB-Ladekabel, zum Beispiel an einem Computer oder einem USB-Netzteil. Eine Ladezeit nennt Revell nicht.
Auch eine Reichweite gibt Revell nicht an. Da es kein Live-Bild gibt, fliegen Sie ohnehin immer in Sichtweite.
Die Kamera sitzt unter dem Rumpf der Revell Control Go! Video.
Die Kamera der Go! Video filmt in 480p und liegt damit unter HD-Niveau. Fotos sind ebenfalls möglich, eine Auflösung dafür nennt Revell nicht. Gespeichert wird auf einer Speicherkarte in der Drohne, die Sie selbst besorgen müssen. Ein USB-Kartenleser liegt bei, damit Sie die Aufnahmen bequem auf den Computer übertragen können.
Ein Live-Bild auf dem Smartphone gibt es leider nicht. Was die Kamera sieht, erfahren Sie also erst, wenn Sie die Aufnahmen am Computer ansehen. Einen Gimbal zur Stabilisierung hat die Kamera nicht. Für erste Aufnahmen aus der Vogelperspektive reicht das, für schöne Urlaubsvideos ist die Bildqualität aber zu gering.
Neben den drei Geschwindigkeitsstufen bietet die Go! Video zwei besondere Funktionen:
Headless-Modus: Normalerweise richtet sich die Steuerung nach der Vorderseite der Drohne. Fliegt sie auf Sie zu, sind links und rechts vertauscht. Im Headless-Modus gilt dagegen die Ausrichtung beim Start: Drücken Sie den Steuerknüppel nach vorn, fliegt die Drohne von Ihnen weg, egal wohin sie gerade zeigt. Eingeschaltet wird der Modus mit einem langen Druck auf die zugehörige Taste. Wir empfehlen jedoch, auch die normale Steuerung zu lernen.
Flip-Funktion: Ein kurzer Druck auf dieselbe Taste, dann eine Richtung am rechten Steuerknüppel, und die Go! Video vollführt einen Überschlag. Achten Sie dabei auf ausreichend Abstand nach oben und zur Seite.
Die Syma X5C ist der Go! Video sehr ähnlich: Auch sie ist ein Quadrocopter mit Rotorschutzbügeln und Landekufen, speichert ihre Aufnahmen auf einer Speicherkarte und bietet kein Live-Bild. Beide beherrschen eine Flip-Funktion.
Bei der Kamera hat die X5C die Nase vorn: Sie filmt in 720p statt in 480p und nimmt Fotos mit 2.560 x 1.440 Pixeln auf. Ihr Akku ist mit 500 mAh etwas größer als der der Go! Video mit 380 mAh. Für die X5C nennt der Hersteller eine Flugzeit von 8 bis 10 Minuten, Revell macht für die Go! Video dazu keine Angabe. Für die Go! Video sprechen dagegen der Headless-Modus, die Ersatzteile direkt von Revell und die Einstufung in die Klasse C0 durch den Hersteller.
Wer vor allem auf die Bildqualität achtet, ist mit der X5C besser bedient. Wer eine Marken-Drohne mit Headless-Modus und klarer Angabe zur Drohnenklasse sucht, greift zur Go! Video.
Die Speicherkarte und die vier AA-Batterien für die Fernsteuerung müssen Sie separat besorgen.
Die Revell Control Go! Video ist ein günstiger Einsteiger-Quadrocopter mit Kamera, den Revell ab 14 Jahren empfiehlt. Gut gefallen uns die Schutzbügel an den Rotoren, der Headless-Modus, die drei Geschwindigkeitsstufen, der wechselbare Akku und die Einstufung in die Klasse C0.
Dem stehen deutliche Schwächen gegenüber: Die Kamera filmt nur in 480p, ein Live-Bild gibt es nicht, und eine Höhenhaltung nennt Revell nicht. Im Lieferumfang befindet sich nur ein Akku, Speicherkarte und Batterien für die Fernsteuerung liegen nicht bei. Zu Flugzeit, Reichweite und Gewicht macht der Hersteller keine Angaben.
Für 29,99 Euro ist die Go! Video ein günstiger Einstieg ins Fliegen mit einer kleinen Kamera. Für gute Luftaufnahmen ist sie aber zu schwach.
Wer bessere Bilder möchte, sieht sich die Syma X5C mit 720p-Kamera an. Wer auf die Kamera verzichten kann und vor allem drinnen fliegen möchte, findet im Revell Control Air Hunter eine kleinere Alternative aus demselben Haus.
| Typ | Multicopter, Quadrocopter |
| Marke | Revell Control |
| Art | Normal |
| Kamera | - 640 x 480 (VGA) |
| Propellerschutz | Ja |
| Gewicht | 0 - 250 g |
| Preis | 0 - 150 € |
| Gimbal | Nein |
| GPS | Nein |
| Faltbar | Nein |

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