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Die Wudajie H15 ist eine kleine, faltbare Einsteigerdrohne mit einer Front- und einer Bodenkamera, zwischen denen Sie im Livebild umschalten können. Das Bild sehen Sie auf Ihrem Smartphone. Mit zwei Akkus kommen Sie laut Hersteller auf 16 bis 20 Minuten Flugzeit, also bis zu 10 Minuten pro Akku. Propellerschutz und Tragetasche gehören ebenfalls zum Lieferumfang.
Bitte beachten Sie: Ein GPS-Modul besitzt die Drohne nicht. Außerdem sind einige Werbeaussagen im Amazon-Angebot nicht belegt, allen voran die „4K-Kamera“. Wo das der Fall ist, weisen wir im Text darauf hin.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels kostete die Drohne 39,99 Euro.
Die Wudajie H15 mit Fernsteuerung, Akkus, Propellerschutz und Tragetasche.
Die H15 ist schwarz mit orangefarbenen Akzenten, zwei helle LEDs an der Front helfen bei der Orientierung. Vorne sitzt die Kamera, an der Unterseite eine zweite. Die vier Arme lassen sich einklappen, sodass Sie diese Kameradrohne platzsparend in der mitgelieferten Tasche verstauen können. Laut Hersteller misst sie ausgeklappt etwa 25 x 22 x 5,5 cm und gefaltet 13 x 8 x 5,5 cm.
Ein Gewicht nennt der Hersteller nicht. Für die ersten Flüge liegen laut Produktfoto vier Propellerschutzbügel bei, die Personen und Gegenstände vor den drehenden Rotorblättern schützen. Hinweis: Unter der Bezeichnung H15 werden auch Drohnen anderer Händler verkauft, deren Ausstattung abweichen kann.
Eine Drohnenklasse gibt der Hersteller nicht an. Ob Sie die Drohne ohne Drohnenführerschein fliegen dürfen, hängt deshalb nicht allein vom Gewicht ab. Mehr dazu lesen Sie in unserem Ratgeber Drohne ohne Führerschein.
Da eine Kamera verbaut ist, müssen Sie sich beim Luftfahrt-Bundesamt als Betreiber registrieren und Ihre Registrierungsnummer (e-ID) als Drohnen-Kennzeichen an der Drohne anbringen. In Deutschland ist zudem eine Drohnen-Versicherung für jede Drohne Pflicht. Wo Sie fliegen dürfen, erfahren Sie in unserem Artikel zu den Drohnenregeln.
Geflogen wird mit einer Fernsteuerung im Gamepad-Format. Einen eigenen Bildschirm hat sie nicht: Ihr Smartphone stecken Sie in die Halterung oben an der Fernsteuerung und sehen dort per WLAN das Livebild der Kamera (FPV, „First Person View“). Laut Hersteller lässt sich die Drohne auch direkt per App steuern, außerdem nennt er eine Schwerkraftsteuerung, bei der Sie die Drohne durch Neigen des Smartphones lenken. Wie die App heißt und welche Reichweite die Steuerung hat, verrät der Hersteller leider nicht.
Die Bodenkamera der H15 hilft beim ruhigen Schweben.
Für einen ruhigen Schwebeflug nutzt die H15 eine Kamera an der Unterseite, die den Boden beobachtet (Optical Flow). Zusammen mit dem Luftdrucksensor hält die Drohne so ihre Position und Flughöhe (Höhenhaltung). Start und Landung erledigen Sie per Tastendruck. Zur Auswahl stehen drei Geschwindigkeitsstufen, eine Höchstgeschwindigkeit nennt der Hersteller nicht.
Eine Hindernisvermeidung wird im Angebot zwar erwähnt, aber nicht beschrieben – verlassen Sie sich nicht darauf.
Ein GPS-Modul ist nicht verbaut, eine Rückkehrfunktion nennt der Hersteller nicht. Draußen kann die Drohne bei Wind abdriften, und Sie müssen sie selbst zurückfliegen. Wir empfehlen Ihnen, die H15 nur bei schwachem Wind und immer in Sichtweite zu fliegen.
Im Flugbahnmodus folgt die Drohne einer auf dem Smartphone gezeichneten Route.
Neben Start und Landung per Taste nennt der Hersteller für die Wudajie H15 diese Modi:
Headless-Modus: Die Drohne reagiert auf die Steuerbefehle unabhängig davon, in welche Richtung ihre Vorderseite zeigt. Das erleichtert die ersten Flüge. Wir empfehlen Ihnen jedoch, auch die normale Steuerung zu lernen.
Flugbahnflug: In der App zeichnen Sie mit dem Finger eine Route, die die Drohne anschließend abfliegt.
Gestensteuerung: Mit einem Handzeichen oder dem Friedenszeichen vor der Kamera lösen Sie ein Foto oder eine Videoaufnahme aus.
360°-Flip: Auf Tastendruck vollführt die Drohne einen Überschlag in der Luft.
Die H15 wird mit zwei Wechselakkus geliefert.
Zum Lieferumfang gehören zwei Wechselakkus, die über ein USB-Kabel geladen werden. Laut Hersteller fliegen Sie mit einem Akku bis zu 10 Minuten, mit beiden zusammen 16 bis 20 Minuten. Während Sie mit dem einen Akku fliegen, können Sie den anderen laden. Eine Ladezeit nennt der Hersteller nicht.
Front- und Bodenkamera der H15, im Livebild umschaltbar.
Der Hersteller wirbt mit einer 4K-Kamera, nennt aber für Videos weder Pixelzahl noch Bildrate; auf den eigenen Grafiken ist nur von einer HD-Kamera die Rede. Belegt ist eine Fotoauflösung von 8 Megapixeln – das entspricht 4K bei Fotos. Dass die Drohne Videos in echter 4K-Auflösung aufnimmt, ist damit nicht belegt. Rechnen Sie eher mit einfacher HD-Qualität bei Videos.
Die Frontkamera hat laut Hersteller einen Bildwinkel von 120°. Im Livebild können Sie zur Bodenkamera wechseln und so auch senkrecht nach unten filmen. Ein Gimbal, also eine motorisierte Aufhängung, die Bewegungen der Drohne ausgleicht, ist nicht vorhanden. Auch eine elektronische Bildstabilisierung wird nicht erwähnt.
Der beworbene 50-fache Zoom ist ein digitaler Zoom in der App; er vergrößert nur einen Bildausschnitt und macht das Bild dabei unschärfer. Wo Fotos und Videos gespeichert werden, gibt der Hersteller nicht an; vermutlich landen sie über die App auf dem Smartphone. Eine Speicherkarte liegt nicht bei.
Die Aunguuk V888 verfolgt fast dasselbe Konzept: Beide Drohnen sind faltbar, haben zwei Kameras, zeigen das Livebild auf dem Smartphone, kommen ohne GPS aus und werden mit zwei Akkus, Propellerschutz und Tasche geliefert. Auch Flugbahn- und Gestenmodus sowie drei Geschwindigkeitsstufen bieten beide. Die Unterschiede im Überblick:
Die V888 macht auf dem Papier mehr her, vor allem bei Flugzeit und Reichweite. Die H15 punktet mit Optical Flow für ruhigeres Schweben und der Bodenkamera.
Laut Produktfoto:
Für ihren Preis bietet die Wudajie H15 ein vollständiges Einsteigerpaket: zwei Akkus, Propellerschutz, Tragetasche, Optical Flow für ruhiges Schweben und eine umschaltbare Bodenkamera. Dazu kommen Flugbahn- und Gestenmodus. Für Übungsflüge und als Spaßdrohne ist das eine brauchbare Ausstattung.
Dem stehen jedoch deutliche Schwächen gegenüber: Mit bis zu 10 Minuten pro Akku ist die Flugzeit kurz, die beworbene 4K-Kamera ist für Videos nicht belegt, und zu Gewicht und Reichweite macht der Hersteller keine Angaben. Es gibt kein GPS und damit keine verlässliche Rückkehrfunktion. Für Luftaufnahmen ist die H15 daher nicht die richtige Wahl. Trotz der Werbung „für Kinder“ trägt die Verpackung den Hinweis ab 14 Jahren.
Für 39,99 Euro erhalten Sie eine Drohne zum Üben und Ausprobieren, mehr sollten Sie nicht erwarten. Eine sehr ähnliche Alternative mit längerer Flugzeit ist die Aunguuk V888. Mit Bildschirm in der Fernsteuerung und klareren Angaben zur Kamera kommt die FAKJANK F417PRO. Bevorzugen Sie eine bekannte Marke, ist die Holy Stone HS200P einen Blick wert. Weitere Modelle für den Einstieg finden Sie in unserem Ratgeber zur Drohne für Anfänger.
| Typ | Faltbare Drohne, Multicopter, Quadrocopter |
| Marke | Wudajie |
| Art | Normal |
| Kamera | - 720p (HD) |
| Propellerschutz | Ja |
| Gewicht | 0 - 250 g |
| Preis | 0 - 150 € |
| Gimbal | Nein |
| GPS | Nein |
| Faltbar | Ja |

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