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Die X-Verse SJRC F5 S3 XR ist eine faltbare GPS-Drohne unter 250 Gramm, die auf den ersten Blick an die Mini-Reihe von DJI erinnert. Verkauft wird sie bei Amazon von X-Verse, auf Drohne und Fernsteuerung steht der Name des Herstellers SJRC. Die Kamera hängt an einem 3-Achsen-Gimbal und filmt laut Hersteller in 4K, zusätzlich gibt es eine elektronische Bildstabilisierung.
Zum Paket gehören eine Fernsteuerung mit 5,5-Zoll-Bildschirm, sodass Sie kein Smartphone benötigen, und zwei Akkus mit jeweils bis zu 33 Minuten Flugzeit. Die Reichweite gibt der Hersteller mit bis zu 6 Kilometern an. Dazu kommen Rückkehrfunktion, Follow-Me und Wegpunktflug.

Zusammengefaltet passt die F5 S3 XR auf eine Handfläche.
Die F5 S3 XR ist in Hellgrau gehalten, die vier Arme lassen sich einklappen. Zusammengefaltet misst diese Kameradrohne nur rund 14,1 x 8,9 x 5,6 cm und passt damit bequem in die mitgelieferte Tragetasche. Einen Propellerschutz gibt es nicht. An der Drohne sitzen außerdem Hilfslichter, die laut Hersteller bei wenig Licht für stabiles Schweben und bessere Sicht sorgen.
Das Gewicht gibt der Hersteller mit knapp unter 249 Gramm an. Im Amazon-Angebot ist zwar von der Klasse C0 die Rede, ein Klassenkennzeichen auf Drohne oder Verpackung zeigt der Hersteller aber nicht. Ob Sie die Drohne ohne Drohnenführerschein fliegen dürfen, hängt deshalb nicht allein vom Gewicht ab. Mehr dazu lesen Sie in unserem Ratgeber Drohne ohne Führerschein.
Anders als im Amazon-Angebot angegeben, müssen Sie sich (wegen der Kamera) beim Luftfahrt-Bundesamt als Betreiber registrieren und Ihre Registrierungsnummer (e-ID) als Drohnen-Kennzeichen an der Drohne anbringen. Außerdem ist in Deutschland eine Drohnen-Versicherung für jede Drohne Pflicht. Alle Details finden Sie in unserem Artikel zu den Drohnenregeln.
Follow-Me, Orbit und Wegpunktflug laut Hersteller.
Die F5 S3 XR ortet sich per GPS. Dadurch hält sie im Freien ihre Position und kann selbstständig zurückkehren: per Knopfdruck, bei niedrigem Akkustand und wenn das Signal zur Fernsteuerung abreißt. Eine Präzisionslandung soll dafür sorgen, dass sie dabei möglichst genau am Startpunkt aufsetzt. Start und Landung erfolgen ebenfalls per Tastendruck.
Für einen noch besseren Schutz bei Start und Landung empfehlen wir übrigens die Anschaffung eines Drohnen-Landeplatzes.
Auch ohne GPS-Empfang, etwa in Bodennähe, soll die Drohne laut Hersteller stabil schweben. Angetrieben wird sie von Brushless-Motoren, also bürstenlosen Motoren, die leiser und langlebiger arbeiten als einfache Bürstenmotoren. Laut Hersteller hält sie Windstärke 5 stand. Eine Höchstgeschwindigkeit nennt er nicht.
Eine Hinderniserkennung besitzt die F5 S3 XR nicht. Das gilt besonders für die automatische Rückkehr: Fliegt die Drohne zurück, weicht sie Bäumen oder Gebäuden nicht aus. Stellen Sie deshalb vor dem Start sicher, dass der Weg frei ist.
Die Fernsteuerung mit eingebautem 5,5-Zoll-Bildschirm.
In die Fernsteuerung ist ein 5,5 Zoll großer Bildschirm eingebaut, auf dem Sie das Livebild der Kamera sehen. Ein Smartphone müssen Sie also weder anschließen noch einrichten. Laut Hersteller koppeln sich Drohne und Fernsteuerung beim Einschalten automatisch.
Weitere Angaben, etwa zur Akkulaufzeit der Fernsteuerung oder zur Helligkeit des Bildschirms, macht der Hersteller leider nicht.
Laut Hersteller reichen Steuerung und Bildübertragung bis zu 6 km weit.
Jeder der beiden mitgelieferten Akkus hat 2.000 mAh und reicht für bis zu 33 Minuten Flugzeit. Mit beiden Akkus kommen Sie rechnerisch auf bis zu 66 Minuten. Die Spannung der Akkus, die Ladeart und die Ladezeit nennt der Hersteller nicht.
Die Reichweite von Steuerung und Videoübertragung beträgt laut Hersteller bis zu 6 Kilometer, an einer Stelle des Angebots ist allerdings von 3 Kilometern die Rede. In der Praxis spielt das kaum eine Rolle: In der EU dürfen Sie ohnehin nur so weit fliegen, wie Sie die Drohne mit eigenen Augen sehen. Hindernisse wie Bäume und Gebäude oder andere WLAN-Netze können die Reichweite zudem verringern.
Die Kamera hängt an einem 3-Achsen-Gimbal.
Laut Hersteller filmt die Kamera in 4K. Eine Bildrate nennt er allerdings nicht, ebenso wenig Sensorgröße und Fotoauflösung. Wie gut die Aufnahmen tatsächlich werden, lässt sich anhand der Herstellerangaben deshalb nur schwer einschätzen.
Sehr gut gefällt uns der mechanische 3-Achsen-Gimbal. Diese motorisierte Aufhängung gleicht Bewegungen der Drohne aus und sorgt so für ruhige Aufnahmen, auch bei Wind. Zusätzlich gibt es laut Hersteller eine elektronische Bildstabilisierung (EIS), die verbleibende Vibrationen herausrechnet. In dieser Kombination ist das bei Drohnen unter 250 Gramm eine gute Ausstattung.
Zur Speicherkarte macht der Hersteller keine Angaben. Ob Ihre Aufnahmen in der Drohne oder in der Fernsteuerung gespeichert werden und wie groß die Karte sein darf, ist daher nicht bekannt.
Der Hersteller nennt für die F5 S3 XR vier Modi:
Follow-Me: Die Drohne erkennt eine Person und folgt ihr automatisch, während die Kamera sie im Bild behält.
Orbit: Die Drohne umkreist einen festgelegten Punkt, etwa für 360-Grad-Panoramaflüge.
Wegpunktflug: Sie planen eine Flugroute, die die Drohne anschließend selbstständig abfliegt.
Gestensteuerung: Stellen Sie sich in 1 bis 3 Metern Abstand vor die Drohne. Erkennt sie Ihre Geste, löst sie ein Foto aus.
Die DJI Mini 4K ist das naheliegende Gegenstück: Beide sind faltbar, wiegen unter 250 Gramm, filmen in 4K mit 3-Achsen-Gimbal, orten sich per GPS und erreichen laut Hersteller bis zu 6 km (bei DJI für Europa). Eine Hinderniserkennung haben beide nicht. Die Unterschiede im Überblick:
Auf dem Papier bietet die F5 S3 XR mehr Komfort: Bildschirm-Fernsteuerung, zweiter Akku und Follow-Me sind bei der Mini 4K nicht dabei. Dafür sind bei der DJI Bildrate, Sensor und Drohnenklasse belegt, und Ersatzteile sowie Akkus bekommen Sie problemlos.
Die F5 S3 XR mit Fernsteuerung, zwei Akkus und Tasche.
Ladekabel, Ersatzpropeller und Speicherkarte nennt der Hersteller nicht.
Die X-Verse SJRC F5 S3 XR richtet sich an Hobbypiloten, die eine leichte GPS-Drohne mit möglichst viel Ausstattung im Paket suchen. Auf dem Papier überzeugt sie: 3-Achsen-Gimbal mit EIS, 4K-Kamera, Fernsteuerung mit 5,5-Zoll-Bildschirm, zwei Akkus mit je bis zu 33 Minuten, bis zu 6 km Reichweite, Rückkehrfunktion, Follow-Me und Wegpunktflug.
Allerdings fehlen viele Angaben: Bildrate, Sensorgröße, Fotoauflösung und Speicherkarte nennt der Hersteller nicht, eine Hersteller-Website oder Anleitung gibt es nicht, und die Klasse C0 ist nicht belegt. Eine Hinderniserkennung hat die Drohne nicht.
Wer eine Bildschirm-Fernsteuerung und zwei Akkus im Paket möchte, bekommt auf dem Papier ein gut ausgestattetes Set. Weil jedoch viele Angaben fehlen und die C0-Klasse nicht belegt ist, ist der Preis etwas hoch angesetzt. Die DJI Mini 4K bietet belegtes 4K, einen 3-Achsen-Gimbal und die Klasse C0 von einem bekannten Hersteller. Ebenfalls als C0 eingestuft ist die Potensic ATOM 2 mit 4K-Kamera und 3-Achsen-Gimbal. Wenn Ihnen mehrere Akkus wichtig sind, ist die Ruko U11MINI mit 4K, 3-Achsen-Gimbal und drei Akkus eine Alternative.
| Typ | Faltbare Drohne, Mini Drohne, Multicopter, Quadrocopter |
| Marke | X-Verse |
| Kamera | 4K |
| Propellerschutz | Nein |
| Gewicht | 0 - 250 g |
| Preis | Über 500 € |
| Gimbal | Ja |
| GPS | Ja |
| Faltbar | Ja |

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