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Mit dem BETAFPV Aquila16 FPV Kit erhalten Sie alles, was Sie für Ihre ersten Flüge aus der Ich-Perspektive brauchen, in einer einzigen Tasche: die kleine Drohne Aquila16, die Videobrille VR03, die Fernsteuerung LiteRadio 2 SE, zwei Akkus und ein Ladegerät. Auspacken, aufladen, losfliegen – genau dafür ist das Set gedacht.
Die Drohne wiegt mit Akku nur 72,5 Gramm, fliegt laut BETAFPV bis zu 8 Minuten pro Akku und überträgt ihr Livebild bis zu ca. 200 Meter weit in die Brille. Rundum geschützte Propeller und eine Höhenhaltung im Einsteiger-Modus machen den Start ins FPV-Fliegen deutlich leichter als mit einer klassischen Racing-Drohne.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels kostet das Set auf Amazon 281,99 €.
FPV steht für „First Person View“: Eine kleine Kamera vorne an der Drohne sendet ihr Bild live in eine Videobrille. Sie sehen also genau das, was die Drohne sieht, und fühlen sich, als säßen Sie selbst im Cockpit. Anders als bei einer klassischen Drohne mit Kamera geht es dabei weniger um schöne Luftaufnahmen, sondern um das Fliegen selbst: enge Kurven, Lücken, Hindernisparcours.
Die Aquila16 gehört zu den sogenannten Tiny Whoops. So heißen sehr kleine FPV-Drohnen, deren Propeller in schützenden Ringen laufen. Sie sind leicht, verzeihen Zusammenstöße und lassen sich gut in der Wohnung, in einer Halle oder bei wenig Wind im Garten fliegen.
Das Set richtet sich klar an absolute FPV-Einsteiger. Wer bereits FPV fliegt oder viel Leistung für Freestyle-Flüge im Freien sucht, ist mit einer kräftigeren Drohne besser bedient. Einen Überblick über stärkere Modelle finden Sie in unserem Ratgeber zu FPV-Racing-Drohnen.
Die Aquila16 mit Akku, Propellerringen und Propellern.
Optisch erinnert die Aquila16 an eine verkleinerte DJI Avata. Der Rahmen aus schwarzem PA12-Kunststoff hat einen Achsabstand von 86 mm, die vier bürstenlosen Motoren treiben 45-mm-Dreiblatt-Propeller an. Die Propeller sitzen unter den Motoren und laufen in geschlossenen Ringen. Das schützt Propeller, Möbel und Finger gleichermaßen.
Mit Akku bringt die Drohne 72,5 Gramm auf die Waage, ohne Akku 47,1 Gramm. Für ihre Größe ist sie damit eher schwer, dafür aber stabil gebaut. Der Akku wird eingeschoben und rastet sicher ein. Den Neigungswinkel der Kamera können Sie mit zwei Schrauben zwischen 15° und 30° einstellen. Motoren und Kamera sind gesteckt und lassen sich nach einem Absturz leicht austauschen.
Eine Drohnenklasse gibt der Hersteller nicht an. Ob Sie die Drohne ohne Drohnenführerschein fliegen dürfen, hängt deshalb nicht allein vom Gewicht ab. Mehr dazu lesen Sie in unserem Ratgeber Drohne ohne Führerschein. Für FPV-Drohnen ohne Klassenkennzeichen gelten zudem besondere Regeln: Häufig ist das Fliegen nur im Rahmen eines Modellflugverbands möglich. Bitte informieren Sie sich daher vor dem ersten Flug im Freien.
Wegen der verbauten Kamera müssen Sie sich außerdem beim Luftfahrt-Bundesamt als Betreiber registrieren und ein feuerfestes Drohnen-Kennzeichen anbringen. Eine Drohnen-Versicherung ist in Deutschland für jede Drohne Pflicht. Wer mit Videobrille fliegt, braucht in der Regel einen Beobachter direkt neben sich, der die Drohne im Blick behält. Alle Details finden Sie in unserem Artikel zu den Drohnenregeln.
Die Flugmodi Normal, Sport, Manuell und Schildkröte.
Die Aquila16 bietet drei Flugmodi, mit denen Sie Schritt für Schritt vom ersten Schweben bis zum freien FPV-Flug lernen können:
N-Modus (Normal): Ein Barometer misst die Höhe, und die Drohne hält sie selbstständig. Steht der Gashebel in der Mitte, schwebt die Aquila16 auf der aktuellen Höhe. So können Sie sich ganz auf Richtung und Orientierung im Videobild konzentrieren.
S-Modus (Sport): Die Höhenhaltung entfällt, die Drohne reagiert direkter und schneller. Sie stabilisiert sich aber weiterhin selbst, sodass sie nicht kippt, wenn Sie die Steuerknüppel loslassen.
M-Modus (Manuell): Alle Hilfen sind abgeschaltet. Erst hier fliegt sich die Aquila16 wie eine echte FPV-Drohne, inklusive Rollen und Saltos. Diesen Modus sollten Sie zunächst im Simulator üben.
Zusätzlich gibt es drei Geschwindigkeitsstufen (langsam, mittel, schnell). Im N-Modus erreicht die Drohne damit bei Vollgas 4,5 km/h, 12 km/h bzw. 18 km/h (5 m/s). Eine Höchstgeschwindigkeit für die beiden anderen Modi nennt BETAFPV leider nicht. Praktisch ist der Schildkrötenmodus (Turtle Mode): Liegt die Drohne nach einer Bruchlandung auf dem Kopf, drehen Sie sie per Fernsteuerung wieder um und fliegen einfach weiter.
Im Flug wirkt die Aquila16 ruhig und gutmütig. Sie ist bewusst nicht übermotorisiert, was beim Lernen hilft. Die Kehrseite: Bei Wind und für anspruchsvolle Freestyle-Manöver im Freien fehlt ihr die Kraft. GPS, eine Rückkehrfunktion oder eine Hinderniserkennung besitzt sie nicht, was für eine FPV-Drohne dieser Größe aber üblich ist.
Der Standard-Akku mit 1.100 mAh und der optionale 650-mAh-Akku.
Im Set liegen zwei Akkus mit je 1.100 mAh (1S, 3,8 V). Mit einem Akku fliegt die Aquila16 laut BETAFPV bis zu 8 Minuten, mit beiden Akkus kommen Sie also auf rund eine Viertelstunde Flugspaß am Stück. Für eine so kleine FPV-Drohne ist das ein guter Wert. Bitte beachten Sie, dass nur die speziellen Aquila16-Akkus passen. Gewöhnliche Whoop-Akkus lassen sich nicht verwenden.
Für Freestyle-Flüge im M-Modus bietet BETAFPV zusätzlich einen leichteren 650-mAh-Akku an. Er macht die Drohne wendiger, die Flugzeit sinkt dann aber auf ca. 5 Minuten. Dieser Akku ist nicht im Set enthalten.
Geladen werden die Akkus mit dem mitgelieferten Ladegerät mit Spannungsprüfer. Es lädt zwei Akkus gleichzeitig per USB-C. Bis beide voll sind, vergeht etwas mehr als eine Stunde.
Das Videobild wird analog über 5,8 GHz übertragen. Die Sendeleistung lässt sich zwischen 25 und 350 mW einstellen. Bei 25 mW reicht das Bild laut BETAFPV ca. 80 Meter weit, bei 350 mW ca. 200 Meter. Gesteuert wird über das Funkprotokoll ExpressLRS (ELRS) auf 2,4 GHz. Eine eigene Angabe zur Steuerreichweite macht der Hersteller nicht. In der Praxis begrenzt ohnehin das Videobild, wie weit Sie sinnvoll fliegen können.
Die VR03-Brille mit einem großen Bildschirm.
Vorne an der Aquila16 sitzt die analoge FPV-Kamera C02 mit integriertem Videosender. Sie ist das „Auge“ des Piloten und liefert ein Livebild mit sehr geringer Verzögerung. Wichtig zu wissen: Die Drohne selbst nimmt keine Videos auf und hat keinen Speicherkartenplatz.
Aufgezeichnet wird stattdessen in der Brille. Die VR03 besitzt eine Aufnahmefunktion (DVR) und speichert das empfangene Bild auf einer microSD-Karte, die Sie allerdings separat kaufen müssen. Da nur das Funkbild gesichert wird, ist die Qualität entsprechend einfach. Für schöne Erinnerungsvideos reicht das nicht, zum Teilen eines gelungenen Flugs oder zum Wiederfinden der Drohne nach einem Absturz aber schon.
Die Brille arbeitet mit einem einzelnen 4,3-Zoll-Bildschirm (800 x 480 Pixel), der laut BETAFPV besonders hell leuchtet. Die abnehmbare 5,8-GHz-Antenne und die weichen Polster aus Kunstleder runden das Paket ab. Laut Hersteller können Sie die Brille bis ca. 5 Dioptrien Kurzsichtigkeit ohne eigene Brille nutzen. Brillen mit zwei getrennten Displays sitzen bequemer, für den Einstieg ist die VR03 aber völlig ausreichend.
Ein Pluspunkt: Die VR03 empfängt die meisten analogen Videosender. Sie können sie also später auch mit anderen analogen FPV-Drohnen weiterverwenden. Weitere Modelle stellen wir Ihnen in unserem Ratgeber zu FPV-Brillen vor.
Die Fernsteuerung lässt sich als Controller für FPV-Simulatoren nutzen.
Die Fernsteuerung LiteRadio 2 SE erinnert an einen Spiele-Controller. Sie hat kein Display, liegt aber gut in der Hand. Der eingebaute Akku mit 1.000 mAh hält laut BETAFPV bis zu 8 Stunden durch. Wie bei FPV-Drohnen üblich, steuern Sie mit dem linken Knüppel Höhe und Drehung, mit dem rechten die Flugrichtung.
Sehr gut gefällt uns, dass Sie die Fernsteuerung per USB-Kabel am Computer als Controller für FPV-Simulatoren wie VelociDrone, Liftoff oder DRL nutzen können. Gerade den manuellen Modus lernen Sie dort, ohne bei jedem Fehler eine Bruchlandung zu riskieren. Bitte beachten Sie: Laut BETAFPV funktioniert die Simulator-Nutzung nicht an Computern mit AMD-Prozessor unter Windows 10 und 11.
Da die LiteRadio 2 SE mit dem verbreiteten Funkstandard ELRS arbeitet, können Sie sie später auch mit vielen anderen FPV-Drohnen verwenden. Die Steuerknüppel wirken allerdings etwas einfach. Wer länger beim Hobby bleibt, wird früher oder später zu einer hochwertigeren Fernsteuerung greifen.
Das größere Schwestermodell ist das BETAFPV Aquila20 FPV Kit. Auch hier bekommen Sie ein Komplettset aus Drohne, Brille, Fernsteuerung und zwei Akkus, mit denselben drei Flugmodi und Höhenhaltung im N-Modus. Die wichtigsten Unterschiede:
Die Aquila20 ist etwas teurer, dafür kräftiger und kommt mit Wind im Freien besser zurecht. Wenn Sie vor allem draußen fliegen möchten, ist sie die bessere Wahl. Für Flüge in der Wohnung oder Halle und für den allerersten Einstieg empfehlen wir dagegen die kleinere und leichtere Aquila16.
Das komplette Set mit Drohne, Brille, Fernsteuerung und Tasche.
Eine microSD-Karte für die Aufnahmen in der Brille ist nicht enthalten.
Das gefällt uns:
Das gefällt uns weniger:
Das BETAFPV Aquila16 FPV Kit ist ein durchdachtes Komplettset für alle, die das FPV-Fliegen ausprobieren möchten, ohne sich vorher mit Einzelteilen, Funkprotokollen und Lötkolben beschäftigen zu müssen. Drohne, Brille und Fernsteuerung sind aufeinander abgestimmt und sofort einsatzbereit.
Besonders überzeugen uns die Höhenhaltung im N-Modus, die geschützten Propeller und die für diese Größe gute Flugzeit von bis zu 8 Minuten mit zwei Akkus im Set. Dass sich die Fernsteuerung zusätzlich für Simulatoren nutzen lässt, ist für Einsteiger ein echter Gewinn. Mit 72,5 Gramm und einer Bildübertragung von ca. 200 Metern ist die Aquila16 vor allem für drinnen und für windstille Tage gemacht.
Abstriche müssen Sie bei der Bildqualität machen: Die Drohne zeichnet nichts auf, und die Aufnahmen der Brille sind einfach. Für kräftige Freestyle-Flüge im Freien fehlt die Leistung, und vor Flügen draußen sollten Sie die rechtliche Lage klären, da der Hersteller keine Drohnenklasse angibt. Wer vor allem draußen fliegen möchte, schaut sich besser die kräftigere Aquila20 an.
Als unkomplizierter Einstieg in die Welt der FPV-Drohnen hat uns das Set aber überzeugt, und wir können Ihnen das BETAFPV Aquila16 FPV Kit für die ersten Flüge mit Videobrille wärmstens empfehlen!
| Typ | Multicopter, Quadrocopter |
| Marke | BETAFPV |
| Art | Racing |
| Kamera | 1080p (Full HD) |
| Propellerschutz | Nein |
| Gewicht | 0 - 250 g |
| Preis | 150 - 500 € |
| Gimbal | Nein |
| GPS | Nein |
| Faltbar | Nein |

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