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Die BETAFPV Pavo20 Pro II ist eine kleine FPV-Drohne mit 2,2-Zoll-Propellern, die in schützenden Ringen laufen. Solche Drohnen heißen Cinewhoop: Sie sind für ruhige, flüssige Videoflüge gedacht, etwa durch Gebäude, über Wege oder dicht an Menschen und Hindernissen vorbei. Laut BETAFPV wiegt sie in der PNP-Version 72,6 Gramm ohne Kamera und Akku.
Wichtig vorab: In der PNP-Version ist keine Kamera dabei. Die Pavo20 Pro II ist dafür gebaut, dass Sie ein DJI O4 Air Unit oder O4 Air Unit Pro selbst einsetzen. Gesteuert wird über einen eingebauten ExpressLRS-Empfänger (ELRS). Mit einem 3S-Akku fliegt sie laut BETAFPV bis zu 7:30 Minuten.

In den Halter passt ein DJI O4 Air Unit oder O4 Air Unit Pro.
FPV steht für „First Person View“: Eine Kamera an der Drohne sendet ihr Bild live in eine Videobrille, und Sie fliegen aus der Sicht der Drohne. Wer einfach nur Luftaufnahmen machen möchte, ist mit einer klassischen Drohne mit Kamera besser bedient. Die Pavo20 Pro II richtet sich an Piloten, die selbst steuern und dabei hochwertige Videos aufnehmen wollen.
PNP („plug and play“) heißt bei BETAFPV: Die Drohne ist fertig aufgebaut, mit Flugsteuerung, Motoren und ELRS-Empfänger, aber ohne Videosystem. Für den ersten Flug brauchen Sie zusätzlich:
Bitte beachten Sie: Diese Version ist für ELRS-Fernsteuerungen gedacht. Wer mit der DJI FPV Fernsteuerung 3 fliegen möchte, braucht die SBUS-Version der Pavo20 Pro II. Für den Einstieg ohne Vorkenntnisse ist ein Komplettset einfacher. Eine Übersicht finden Sie in unserem Ratgeber zu FPV-Racing-Drohnen.
Der überarbeitete Rahmen der Pavo20 Pro II.
Der Rahmen besteht aus Kohlefaserplatten und einem Propellerschutz aus Kunststoff, der Achsabstand beträgt 93,9 mm. Vier bürstenlose Motoren vom Typ LAVA 1104 mit 7.200 KV treiben dreiblättrige Gemfan-Propeller an. Der Kamerahalter lässt sich zwischen 0 und 40° neigen, für das O4 und das O4 Pro liegt jeweils ein eigener Halter bei. Serienmäßig ist ein RGB-LED-Streifen mit verschiedenen Farben und Effekten dabei.
Laut BETAFPV wiegt die Pavo20 Pro II 72,6 Gramm ohne Kamera und Akku. Mit eingebautem O4 Air Unit Pro sind es 116,2 Gramm, ebenfalls ohne Akku. Ein Abfluggewicht mit Akku nennt der Hersteller nicht.
Eine Drohnenklasse gibt der Hersteller nicht an. Ob Sie die Drohne ohne Drohnenführerschein fliegen dürfen, hängt deshalb nicht allein vom Gewicht ab. Mehr dazu lesen Sie in unserem Ratgeber Drohne ohne Führerschein. Für FPV-Drohnen ohne Klassenkennzeichen gelten zudem besondere Regeln: Häufig ist das Fliegen nur im Rahmen eines Modellflugverbands möglich. Bitte informieren Sie sich daher vor dem ersten Flug im Freien.
Da die Pavo20 Pro II nur mit eingebauter Kamera fliegt, müssen Sie sich beim Luftfahrt-Bundesamt als Betreiber registrieren und ein feuerfestes Drohnen-Kennzeichen anbringen. Eine Drohnen-Versicherung ist in Deutschland für jede Drohne Pflicht. Wer mit Videobrille fliegt, braucht in der Regel einen Beobachter direkt neben sich, der die Drohne im Blick behält. Alle Details finden Sie in unserem Artikel zu den Drohnenregeln.
Die Flugsteuerung F4 2-3S 20A mit eingebautem ELRS-Empfänger.
Herzstück ist die Flugsteuerung F4 2-3S 20A. Auf ihr sitzen auch die Motorregler und der ELRS-Empfänger. Zwei Stromanschlüsse versorgen das DJI-Modul und weiteres Zubehör, zwei Halter für ein GPS-Modul liegen bei. Ab Werk läuft Betaflight, die verbreitete Software für FPV-Drohnen. Für das O4 und das O4 Pro hat BETAFPV jeweils passende Flugeinstellungen hinterlegt, die Sie im Bildschirmmenü auswählen.
Flughilfen gibt es nicht: kein GPS (nur die Halter dafür), keine Höhenhaltung und keine Rückkehrfunktion. Sie fliegen also vollständig von Hand. Eine Höchstgeschwindigkeit nennt BETAFPV nicht.
Nach unserer Einschätzung fliegt die Pavo20 Pro II ab Werk sauber und ruhig, was für schöne Videos entscheidend ist. Der Propellerschutz verzeiht leichte Berührungen mit Wänden oder Ästen. Für enge Innenräume ist sie allerdings recht laut und kräftig. Etwas Geduld brauchen Sie beim Einbau der Kamera: Die Halter werden mit kleinen Gummidämpfern befestigt, das ist fummelig.
Mit 3S-Akku fliegt die Pavo20 Pro II laut BETAFPV bis zu 7:30 Minuten.
Laut BETAFPV fliegt die Pavo20 Pro II mit einem 3S-Akku mit 580 mAh bis zu 7:30 Minuten, mit einem 680-mAh-Akku bis zu 9 Minuten. Mit welchem DJI-Modul diese Werte erreicht werden, gibt der Hersteller nicht an. Mit dem schwereren O4 Pro und eingeschalteten LEDs sollten Sie eher mit weniger rechnen.
Da keine Akkus im Lieferumfang sind, müssen Sie diese separat kaufen. BETAFPV empfiehlt 3S-Akkus mit 580 oder 680 mAh, alternativ passen auch 450 oder 550 mAh. Angeschlossen wird über einen XT30-Stecker. Ein Ladegerät liegt ebenfalls nicht bei.
Eine Reichweite nennt BETAFPV nicht. Sie hängt vom eingebauten DJI-System und von Ihrer Fernsteuerung ab. Als Cinewhoop ist die Pavo20 Pro II ohnehin für Flüge in der Nähe gedacht, nicht für weite Strecken. Gesteuert wird über ExpressLRS auf 2,4 GHz.
Bürstenlose Motoren LAVA 1104 mit Dreiblatt-Propellern.
Die Pavo20 Pro II hat keine eigene Kamera. Bildqualität, Videoaufnahme und Stabilisierung hängen davon ab, welches DJI-Modul Sie einbauen. Zur Wahl stehen zwei Varianten:
Für schöne Cinewhoop-Aufnahmen ist das O4 Pro die bessere Wahl, da der größere Sensor mehr Licht einfängt. Das leichtere O4 verlängert dagegen die Flugzeit und macht die Drohne wendiger. Als Brille eignen sich laut DJI die Goggles 3, Goggles N3, Goggles 2 und Goggles Integra. Mehr zu den einzelnen Modellen lesen Sie in unserem Ratgeber zu FPV-Brillen.
Wer eine Cinewhoop mit DJI-Bild sucht, landet schnell auch bei der DJI Avata 2. Beide fliegen mit Propellerschutz und DJI-O4-Videoübertragung, verfolgen aber einen ganz unterschiedlichen Ansatz. Die wichtigsten Unterschiede:
Die Pavo20 Pro II ist deutlich leichter und wendiger, lässt sich leicht reparieren und erreicht mit dem O4 Pro eine höhere Bildrate. Dafür erfordert sie Erfahrung beim Aufbau und Fliegen. Die Avata 2 fliegt rund dreimal so lange, bietet Flughilfen und eine Drohnenklasse und ist ohne Bastelei startklar. Für Einsteiger ist deshalb die Avata 2 die bessere Wahl, für erfahrene FPV-Piloten mit vorhandener DJI-Ausrüstung die Pavo20 Pro II. Gegenüber dem Vorgänger Pavo20 Pro hat BETAFPV vor allem Rahmen und Kamerahalter überarbeitet.
DJI O4 Air Unit, Akku, Ladegerät, Fernsteuerung, Videobrille und GPS-Modul sind nicht enthalten.
Das gefällt uns:
Das gefällt uns weniger:
Die BETAFPV Pavo20 Pro II PNP ist ein Cinewhoop für FPV-Piloten, die bereits ein DJI O4 Air Unit oder O4 Air Unit Pro, eine DJI-Brille und eine ELRS-Fernsteuerung besitzen oder sich diese gezielt zusammenstellen wollen. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels kostet sie ca. 140 Euro, allerdings ohne Kamera, Brille, Fernsteuerung und Akkus.
Sehr gut gefallen uns das geringe Gewicht von 72,6 Gramm ohne Kamera und Akku, der Propellerschutz und die Halter für beide DJI-Module samt passender Flugeinstellungen. Mit dem O4 Pro sind 4K-Videos mit bis zu 120 fps möglich. Abstriche gibt es bei der Flugzeit von bis zu 7:30 Minuten, beim fummeligen Einbau der Kamera und bei den fehlenden Flughilfen.
Für Einsteiger ist eine fertige Drohne wie die DJI Avata 2 die bessere Wahl. Wenn Sie dagegen schon FPV fliegen und Ihre DJI-Kamera in einem leichten, wendigen Cinewhoop einsetzen möchten, ist die Pavo20 Pro II eine gute Wahl, und wir können sie Ihnen empfehlen!
| Typ | Multicopter |
| Marke | BETAFPV |
| Art | Racing |
| Kamera | - 720p (HD) |
| Propellerschutz | Ja |
| Gewicht | 0 - 250 g |
| Preis | 0 - 150 € |
| Gimbal | Nein |
| GPS | Nein |
| Faltbar | Nein |

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