Zu amazon.de*gewöhnlich Versandfertig in 1-2 Tagen
* am 14. Oktober 2026 um 18:42 Uhr aktualisiert
Mit dem CADDXFPV Protos RTF erhalten Sie ein komplettes Set für Flüge aus der Ich-Perspektive: die kleine Drohne Protos, die Videobrille Ascent Goggles, die Fernsteuerung Alink, drei Akkus und ein Ladegerät für alle drei. Alles ist aufeinander abgestimmt, Sie müssen nichts einstellen, löten oder zusammenbauen.
Anders als viele Einsteigersets dieser Preisklasse überträgt der Protos sein Livebild digital in Full HD (1080p mit 60 Bildern pro Sekunde) in die Brille. Die Drohne wiegt mit Akku rund 104 Gramm, fliegt laut CADDXFPV rund 8,5 Minuten pro Akku und hält im Einsteiger-Modus dank Optical-Flow-Sensor selbstständig ihre Position.
FPV steht für „First Person View“: Eine kleine Kamera vorne an der Drohne sendet ihr Bild live in eine Videobrille. Sie sehen genau das, was die Drohne sieht, und fühlen sich, als säßen Sie selbst im Cockpit. Anders als bei einer klassischen Drohne mit Kamera geht es dabei weniger um schöne Luftaufnahmen, sondern um das Fliegen selbst.
Der Protos ist eine sogenannte Whoop-Drohne mit 1,6-Zoll-Propellern. Diese laufen in einem fest angeformten Schutzring, sodass Zusammenstöße meist glimpflich ausgehen. Damit eignet er sich für Flüge in größeren Räumen, im Garten und auf Wiesen. Das Set richtet sich laut CADDXFPV an Einsteiger, Jugendliche und Erwachsene. Ein Kinderspielzeug ist es laut Handbuch nicht; Minderjährige sollten nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten fliegen.
Ein Hinweis zum Namen: Auf Amazon wird das Set mit „Walksnail“ beworben, weil CADDXFPV seine digitalen Videosysteme unter dieser Marke verkauft. Im Protos steckt aber das neue System Ascent. Es ist nicht mit Walksnail-Avatar-Brillen kompatibel. Wenn Sie bereits eine Avatar-Brille besitzen, können Sie diese also nicht mit dem Protos nutzen. Für Racing oder schnelle Freestyle-Flüge ist das Set nicht gedacht; stärkere Modelle finden Sie in unserem Ratgeber zu FPV-Racing-Drohnen.
Der einteilige Rahmen schützt die Propeller rundum.
Der Protos misst 110 x 102,8 x 41 mm. Sein Rahmen ist aus einem Stück Kunststoff gefertigt, der Propellerschutz ist gleich mit angeformt. Die dreiblättrigen 40-mm-Propeller sitzen unter den vier bürstenlosen Motoren und drücken die Luft nach unten weg. Die Propeller lassen sich ohne Werkzeug wechseln, vier Ersatzpropeller liegen bei.
Mit Akku wiegt die Drohne laut CADDXFPV 104,4 Gramm, in der Werbung ist meist von „100 Gramm“ die Rede. Nach unserer Einschätzung steckt der Rahmen auch mehrere Bruchlandungen gut weg. Ab Werk läuft eine eigene Firmware von CADDXFPV. Wer später tiefer einsteigen möchte, kann laut Hersteller auch die verbreitete FPV-Software Betaflight aufspielen.
Eine Drohnenklasse gibt der Hersteller nicht an. Ob Sie die Drohne ohne Drohnenführerschein fliegen dürfen, hängt deshalb nicht allein vom Gewicht ab. Mehr dazu lesen Sie in unserem Ratgeber Drohne ohne Führerschein. Für FPV-Drohnen ohne Klassenkennzeichen gelten zudem besondere Regeln: Häufig ist das Fliegen nur im Rahmen eines Modellflugverbands möglich. Bitte informieren Sie sich daher vor dem ersten Flug im Freien.
Wegen der verbauten Kamera müssen Sie sich außerdem beim Luftfahrt-Bundesamt als Betreiber registrieren und ein feuerfestes Drohnen-Kennzeichen anbringen. Eine Drohnen-Versicherung ist in Deutschland für jede Drohne Pflicht. Wer mit Videobrille fliegt, braucht in der Regel einen Beobachter direkt neben sich, der die Drohne im Blick behält. Alle Details finden Sie in unserem Artikel zu den Drohnenregeln.
Ein Optical-Flow-Sensor und ein Laser halten die Position.
Der Protos bietet drei Flugmodi, die Sie per Schalter an der Fernsteuerung wählen. Eine farbige LED an der Drohne zeigt den aktiven Modus an:
Poshold (orange): Ein Optical-Flow-Sensor und ein Laser-Entfernungsmesser an der Unterseite erfassen den Boden. Die Drohne hält so Höhe und Position und kehrt nach einem leichten Stoß sogar an ihren Platz zurück. Das funktioniert allerdings nur in Bodennähe: laut Handbuch drinnen in 20 cm bis 4 m Höhe, draußen in 20 cm bis 2 m. Darüber hält der Protos nur noch die Höhe. Über einfarbigen oder spiegelnden Flächen arbeitet der Sensor schlecht oder gar nicht. In diesem Modus fliegt der Protos höchstens 3 m/s schnell.
Angle (blau): Die Drohne stabilisiert sich selbst und neigt sich höchstens 30°, die Höhe regeln Sie aber selbst mit dem Gashebel.
Acro (rot): Alle Hilfen sind abgeschaltet, Sie steuern die Drohne vollständig von Hand. Erst hier fliegt sich der Protos wie eine echte FPV-Drohne. Die Empfindlichkeit lässt sich in drei Stufen einstellen. Diesen Modus sollten Sie zunächst im Simulator üben.
Laut CADDXFPV erreicht der Protos bis zu 36 km/h (10 m/s). Praktisch sind der Schildkrötenmodus (Turtle Mode), mit dem Sie die Drohne nach einer Bruchlandung wieder auf die Füße drehen, und ein Piepser zum Wiederfinden. GPS und eine Rückkehrfunktion besitzt der Protos nicht. Bitte beachten Sie: Reißt die Verbindung zur Fernsteuerung ab, schalten die Motoren aus und die Drohne fällt herunter.
Durch die Li-Ion-Akkus hat der Protos nach unserer Einschätzung nur wenig Kraftreserve. Für gemütliche Flüge und das Lernen reicht das gut, für Saltos und schnelle Freestyle-Manöver ist er dagegen kaum gemacht. Auch die Positionshaltung ist eine Hilfe für den Anfang, aber kein Ersatz für eine sichere Hand am Gashebel.
Das Ascent-System überträgt das Livebild digital in HD.
Im Set liegen drei Li-Ion-Akkus (2S, 840 mAh). Mit einem Akku fliegt der Protos laut CADDXFPV rund 8,5 Minuten, mit allen drei kommen Sie also auf über 25 Minuten. Die beworbenen „30 Minuten“ beziehen sich auf alle drei Akkus zusammen. Draußen und bei zügigem Flugstil sollten Sie eher mit weniger rechnen. Passend sind nur die speziellen Akkus von CADDXFPV.
Das mitgelieferte Ladegerät für drei Akkus wird per USB-C angeschlossen. Es braucht allerdings ein Schnellladenetzteil (USB-PD mit 12 bis 15 Volt), ein einfaches 5-Volt-Handyladegerät reicht nicht. Die Akkus werden nacheinander geladen: Ein Akku ist laut Handbuch nach ca. 20 Minuten voll, alle drei nach ca. 60 Minuten.
Das Videobild überträgt das Ascent-System digital über 5,8 GHz, wahlweise in 1080p oder 720p mit 60 Bildern pro Sekunde. Laut CADDXFPV reicht das Videobild bis zu 3 km weit. Begrenzt wird die Reichweite aber von der Fernsteuerung: Sie ist laut Handbuch für ideal rund 150 Meter ausgelegt. Für die Flüge, für die das Set gedacht ist, genügt das, zumal Sie beim FPV-Flug ohnehin einen Beobachter brauchen. Wird das Signal schwach, verkleinert sich das Bild in der Brille oder wird schwarzweiß.
Die Ascent Goggles mit 4,5-Zoll-Bildschirm.
Die Kamera des Protos hat einen 2-Megapixel-Sensor mit einem Sichtfeld von 147°. Ihren Neigungswinkel stellen Sie von Hand ein, einen Gimbal gibt es nicht. Im Vergleich zu analogen Einsteigersets ist das Bild deutlich schärfer und detailreicher. An die digitalen Systeme von Walksnail Avatar oder DJI kommt es nach unserer Einschätzung aber nicht heran, und die Verzögerung ist etwas höher.
Wichtig zu wissen: Die Drohne selbst nimmt keine Videos auf, sie hat keinen Speicher. Aufgezeichnet wird in der Brille, und zwar in 1080p auf einer microSD-Karte (bis 256 GB), die Sie separat kaufen müssen. Da nur das per Funk übertragene Bild gesichert wird, liegt die Qualität unter der einer Kameradrohne mit eigener Aufnahme. Auf Amazon ist zum Teil von einer „4K-Kamera“ die Rede, das trifft nicht zu.
Die Ascent Goggles haben einen 4,5-Zoll-Bildschirm mit 1.920 x 1.080 Pixeln und einen Blaulichtfilter. Die Antennen sind eingebaut, sodass nichts absteht. Für Brillenträger gibt es eine Halterung für Korrekturgläser, die passenden Gläser bietet CADDXFPV an. Strom liefert ein externer Akku mit 3.200 mAh, der im Set enthalten ist.
Einen HDMI- oder AV-Eingang hat die Brille nicht, und sie funktioniert nur mit Ascent-Drohnen. Eine Übersicht über weitere Modelle finden Sie in unserem Ratgeber zu FPV-Brillen.
Die Fernsteuerung Alink ist mit 180 Gramm leicht und erinnert an einen Spiele-Controller. Ihre Steuerknüppel arbeiten mit Hall-Sensoren, die verschleißfrei sind. Der eingebaute Akku hält laut CADDXFPV ca. 3 Stunden und ist in rund 90 Minuten wieder voll. Ab Werk ist sie auf Mode 2 eingestellt, also Gas und Drehung auf dem linken Knüppel.
Sehr gut gefällt uns, dass Sie die Alink per USB-C-Kabel am Computer als Controller für FPV-Simulatoren nutzen können. Gerade den Acro-Modus lernen Sie so, ohne bei jedem Fehler eine Bruchlandung zu riskieren. Gefunkt wird mit dem verbreiteten Standard ExpressLRS (ELRS) auf 2,4 GHz.
In derselben Preisklasse liegt das BETAFPV Aquila20 FPV Kit. Auch hier bekommen Sie ein Komplettset aus Whoop-Drohne, Brille und Fernsteuerung mit drei Flugmodi und Höhenhaltung. Die wichtigsten Unterschiede:
Wenn Ihnen ein klares HD-Bild wichtig ist und Sie sich die ersten Flüge mit Positionshaltung erleichtern möchten, ist der Protos die bessere Wahl. Die Aquila20 hat mehr Kraft und bleibt pro Akku etwas länger in der Luft, liefert dafür aber nur ein analoges Bild.
Das komplette Set mit Drohne, Brille, Fernsteuerung und Tasche.
Eine microSD-Karte für die Aufnahmen in der Brille ist nicht enthalten.
Das gefällt uns:
Das gefällt uns weniger:
Das CADDXFPV Protos RTF Komplettset ist für alle, die das FPV-Fliegen ausprobieren möchten und dabei nicht auf ein analoges, flimmerndes Bild schauen wollen. Drohne, Brille und Fernsteuerung sind aufeinander abgestimmt und sofort einsatzbereit.
Besonders überzeugen uns das digitale Livebild in 1080p, die Positionshaltung im Poshold-Modus und die drei Akkus mit je rund 8,5 Minuten Flugzeit. Mit 104,4 Gramm, geschützten Propellern und der Brille mit Full-HD-Bildschirm eignet sich der Protos gut für die ersten Flüge in größeren Räumen und im Garten.
Abstriche müssen Sie bei der Kraft und der Steuerreichweite von rund 150 Metern machen. Die Drohne zeichnet selbst nichts auf, ist nicht mit Walksnail-Avatar-Brillen kompatibel, und vor Flügen im Freien sollten Sie die rechtliche Lage klären, da der Hersteller keine Drohnenklasse angibt. Wer eine Drohne mit eigener 4K-Aufnahme und optionaler Videobrille sucht, sollte sich die DJI Neo 2 ansehen, die mit Brille allerdings deutlich mehr kostet.
Als einfacher Einstieg ins digitale FPV-Fliegen hat uns das Set überzeugt, und wir können Ihnen das CADDXFPV Protos RTF für die ersten Flüge mit Videobrille wärmstens empfehlen!
| Typ | Multicopter |
| Marke | CADDXFPV |
| Art | Racing |
| Kamera | 1080p (Full HD) |
| Propellerschutz | Ja |
| Gewicht | 0 - 250 g |
| Preis | 150 - 500 € |
| Gimbal | Nein |
| GPS | Nein |
| Faltbar | Nein |

Produkt Kommentar