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Die DJI RC Motion 3 ist eine Steuerung für FPV-Flüge mit DJI-Drohnen, die Sie mit nur einer Hand bedienen. FPV steht für „First Person View“: Sie sehen den Flug durch eine Videobrille so, als säßen Sie selbst in der Drohne. Statt zwei Steuerknüppel zu bewegen, zeigen Sie mit der RC Motion 3 einfach in die gewünschte Richtung, und die Drohne folgt der Bewegung Ihrer Hand. DJI hat die Steuerung im April 2024 zusammen mit der Avata 2 und der Goggles 3 vorgestellt.
Die RC Motion 3 wiegt nur ca. 118 Gramm, ihr Akku hält laut DJI bis zu etwa 10 Stunden. Mit einer Notbremse auf Knopfdruck, Akrobatik-Figuren per Easy ACRO und einem AR-Cursor für die Menüs der Brille richtet sie sich vor allem an Einsteiger. Die UVP liegt bei 89 Euro.
Wichtig vor dem Kauf: Die Steuerung ist reines Zubehör und funktioniert nur zusammen mit einer DJI-Brille. Eine Brille und eine Drohne liegen nicht bei. Welche Modelle mit der RC Motion 3 zusammenarbeiten, lesen Sie im nächsten Abschnitt.
Flug mit der DJI RC Motion 3 und der Goggles 3.
Die RC Motion 3 steuert nicht jede Drohne mit Kamera, sondern nur bestimmte DJI-Modelle, und das immer im Zusammenspiel mit einer Brille. Passende Brillen sind die DJI Goggles 3 und die günstigere DJI Goggles N3. Mit den älteren Brillen Goggles 2 und Integra funktioniert die Steuerung nicht.
Laut DJI arbeitet die RC Motion 3 mit den FPV-Drohnen DJI Avata 2 und DJI Avata 360 sowie mit der DJI Neo und der DJI Neo 2 zusammen. Für die Neo 2 benötigen Sie zusätzlich den DJI Neo 2 Digitalen Sendeempfänger. Bei diesen vier Drohnen funktioniert der Brillenbetrieb nur mit der RC Motion 3 oder der teureren FPV-Fernsteuerung 3.
Sehr gut gefällt uns, dass sich auch zwei klassische Kameradrohnen anschließen lassen: die DJI Mini 4 Pro und die DJI Air 3. Das klappt allerdings nur mit der Goggles 3, nicht mit der N3. Im Brillenbetrieb stehen einige Funktionen nicht zur Verfügung, etwa ActiveTrack, Wegpunkte, MasterShots und QuickShots. Sie nehmen dann nur Einzelfotos mit 12 MP und normale Videos in 4K oder 1080p mit 60 fps auf. Die Hinderniserkennung bleibt aktiv.
Nicht kompatibel sind unter anderem die DJI Mini 5 Pro, die Air 3S, die Flip, die erste Avata und die DJI FPV. Auch selbst gebaute FPV-Drohnen mit den Funkmodulen O4 oder O3 Air Unit lassen sich mit der RC Motion 3 nicht steuern. Einen Flugsimulator unterstützt die Steuerung ebenfalls nicht.
Die DJI RC Motion 3 mit Schubtaste und orangefarbener Sperrtaste.
Die RC Motion 3 ist grau, liegt wie ein Griff in der Hand und wiegt nur ca. 118 Gramm. Maße nennt DJI leider nicht. Alle Bedienelemente erreichen Sie mit einer Hand: die Schubtaste unter dem Zeigefinger, dazu oben den kleinen Steuerknüppel, die orangefarbene Sperrtaste, die Modustaste, den Auslöser für Fotos und Videos sowie ein Rädchen an der Seite. Geladen wird über einen USB-C-Anschluss. Die Steuerung arbeitet bei Temperaturen von −10 bis 40 °C.
Rechtlich gilt: Wer mit einer FPV-Brille fliegt, hat die Drohne nicht selbst im Blick. Da die RC Motion 3 nur mit Brille genutzt wird, benötigen Sie einen Beobachter, der neben Ihnen steht, die Drohne ständig mit bloßem Auge sieht und Sie sofort warnen kann. Die Drohne darf nur so weit fliegen, wie dieser Beobachter sie noch erkennt.
Ob Sie einen Drohnenführerschein brauchen und sich als Betreiber registrieren müssen, hängt nicht von der Steuerung ab, sondern von der Drohne. Für jede Drohne ist in Deutschland außerdem eine Drohnen-Versicherung Pflicht. Alle Details finden Sie in unserem Ratgeber zu den Drohnenregeln.
Die Drohne folgt der Bewegung Ihrer Hand.
Das Herzstück ist die zweistufige Schubtaste. Drücken Sie sie leicht bis zur ersten Stufe, spüren Sie einen Widerstand. Die Drohne fliegt dann noch nicht los, sondern dreht sich, wenn Sie die Steuerung nach links oder rechts neigen. Drücken Sie weiter bis zur zweiten Stufe, fliegt die Drohne in Richtung des Kreises, der in der Brille angezeigt wird. Je fester Sie drücken, desto stärker beschleunigt sie. Neigen Sie die Steuerung dabei nach oben oder unten, steigt oder sinkt die Drohne schräg.
Drücken Sie die Schubtaste nach vorne, fliegt die Drohne rückwärts. Lassen Sie die Taste los, bleibt sie auf der Stelle in der Luft stehen. Mit dem Steuerknüppel lassen Sie die Drohne gerade steigen und sinken oder seitlich ausweichen. Die Kamera neigen Sie, indem Sie die Steuerung nach oben oder unten kippen.
Gestartet, gebremst und gelandet wird über die Sperrtaste: Zweimal drücken startet die Motoren, gedrückt halten lässt die Drohne auf ca. 1,2 Meter aufsteigen. Im Flug genügt ein Druck, und die Drohne bremst und schwebt. Mit der Modustaste wechseln Sie zwischen Normal- und Sportmodus, lang gedrückt startet sie die Rückkehr zum Startpunkt. Einen manuellen Modus, wie ihn erfahrene FPV-Piloten nutzen, bietet die RC Motion 3 leider nicht.
Der fest eingebaute Akku hat eine Kapazität von 2.600 mAh und hält laut DJI bis zu etwa 10 Stunden. Diesen Wert hat DJI bei 25 °C mit verbundener Goggles 3 ermittelt, während die Steuerung nicht bewegt wurde. Eine Akkuladung reicht damit für viele Flüge, denn die Akkus der Drohne sind lange vorher leer.
Geladen wird per USB-C mit 5 V und 2 A, die Ladezeit beträgt ca. 2 Stunden. Ein Ladegerät liegt nicht bei. Wird der Akku knapp, warnt die Steuerung mit einem Alarmton.
Die Reichweite gibt DJI mit bis zu 10 km (CE) in Europa bzw. bis zu 13 km (FCC) in den USA an, gemessen mit der Avata 2 und der Goggles 3. Wie weit Sie tatsächlich fliegen können, hängt von der Drohne ab, und rechtlich bestimmt ohnehin Ihr Beobachter die Grenze. Die Steuerung selbst funkt zur Brille: Am zuverlässigsten ist die Verbindung, wenn beide weniger als 3 Meter voneinander entfernt sind, was im Normalfall ohnehin gegeben ist.
Mit dem AR-Cursor bedienen Sie die Menüs der Goggles 3.
Neben der Bewegungssteuerung bietet die RC Motion 3 fünf Funktionen, die das Fliegen sicherer und bequemer machen:
Notbremse mit einem Klick: Ein Druck auf die Sperrtaste, und die Drohne bremst sofort ab und schwebt auf der Stelle. Gerade für Einsteiger ist das eine große Hilfe, wenn es einmal eng wird.
Easy ACRO: Bei der Avata 2 und der Avata 360 führen Sie Akrobatik-Figuren per Knopfdruck aus: Vorwärts- und Rückwärts-Flips, Rollen und einen 180°-Drift. Die Figur wählen Sie mit dem Rädchen, ausgelöst wird sie mit dem Steuerknüppel. Aus Sicherheitsgründen ist Easy ACRO unter anderem im Sportmodus, während einer Videoaufnahme, unter 1,5 Meter Höhe und bei weniger als 25 % Akku nicht verfügbar.
AR-Cursor: Zusammen mit der Goggles 3 bewegen Sie einen Zeiger durch die Menüs der Brille, ähnlich wie mit einer Maus. So ändern Sie Kameraeinstellungen oder steuern die Videowiedergabe, ohne die Brille abzunehmen. Das funktioniert vor dem Start oder während die Drohne schwebt. Mit der Goggles N3 gibt es den AR-Cursor nicht.
Kopf-Tracking: Die Kamera der Drohne folgt Ihren Kopfbewegungen. An der Goggles 3 und der N3 gibt es diese Funktion nur mit der RC Motion 3, nicht mit der FPV-Fernsteuerung 3.
Rückkehr zum Startpunkt: Lang gedrückt holt die Modustaste die Drohne zurück. Bei niedrigem Akkustand der Drohne startet die Rückkehr automatisch.
Für echte Notfälle, etwa nach einem Zusammenstoß, gibt es außerdem einen Not-Aus: Viermal die Sperrtaste gedrückt, und die Motoren gehen sofort aus. Die Drohne fällt dann allerdings herunter. Bitte nutzen Sie diese Funktion nur, wenn es wirklich nicht anders geht.
Wer mit Avata 2, Avata 360, Neo oder Neo 2 und Brille fliegen möchte, hat die Wahl zwischen zwei Steuerungen: der RC Motion 3 (UVP 89 Euro) und der DJI FPV-Fernsteuerung 3 (UVP 149 Euro). Die Unterschiede im Überblick:
Die RC Motion 3 ist die richtige Wahl für Einsteiger und alle, die entspannt fliegen und filmen möchten. Die FPV-Fernsteuerung 3 lohnt sich für alle, die den manuellen Modus lernen oder selbst gebaute FPV-Drohnen fliegen wollen. Den Vorgänger RC Motion 2 sollten Sie nur kaufen, wenn Sie eine ältere Goggles 2 oder Integra besitzen: Laut DJI ist er mit ca. 170 Gramm schwerer, hält nur ca. 5 Stunden und hat keinen AR-Cursor. Passende Brillen finden Sie in unserer Übersicht der FPV-Brillen.
Nicht enthalten sind eine DJI-Brille, eine Drohne, ein Ladegerät und ein USB-C-Kabel.
Die DJI RC Motion 3 ist die einfachere und günstigere der beiden DJI-Steuerungen für den Flug mit Brille. Sie richtet sich an Piloten, die eine Goggles 3 oder Goggles N3 und eine passende DJI-Drohne besitzen oder kaufen möchten. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels kostet sie bei Amazon 70,39 Euro (UVP 89 Euro).
Dafür bekommen Sie eine leichte Steuerung mit ca. 118 Gramm, einem Akku für bis zu etwa 10 Stunden und einer intuitiven Bedienung per Handbewegung. Sehr gut gefallen uns die Notbremse mit einem Klick, das Kopf-Tracking und der AR-Cursor sowie die Möglichkeit, auch mit der Mini 4 Pro und der Air 3 zu fliegen.
Nicht so gut finden wir, dass ein manueller Modus fehlt. Wer FPV-Fliegen richtig lernen möchte, greift besser zur FPV-Fernsteuerung 3. Außerdem funktioniert die RC Motion 3 nur mit einer DJI-Brille, die Sie zusätzlich einplanen müssen.
Wer ohne lange Übung ins FPV-Fliegen einsteigen möchte, ist mit der RC Motion 3 sehr gut bedient. Wir können Ihnen die Steuerung wärmstens empfehlen!
| Typ | Fernsteuerungen |
| Marke | DJI |

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